@katzenhai und Sebastian
max schrieb am 1. Februar 2005 um 20:44 Uhr (528x gelesen):
Hi dis,
>
> > Wenn man Fleischteile quer um die Welt schicken kann (z.B. argentinisches Rindfleisch in deutschen Kühltheken), dann geht das mit Pflanzen doch auch, oder?
>
> Ja, sicher, wenn man dafür bezahlt.
Für das eine ist Geld da, für das andere nicht ?!
> Erste Hilfe, du meinst sowas wie bei der Tsunamikatastrophe? Sowas wird ja auch getan. Aber die wirkliche langfristige Hilfe ist die Entwicklungshilfe, wenn man die armen Länder einfach mit Nahrung überhäuft, kannst du dir dann vorstellen wie gut das der Landwirtschaft dann dort gehen wird?
Bei Tsunami sind etwa 230.000 Menschen umgekommen. So viele sterben weltweit in einer Woche an Hunger hm harte themen aber wenn man so will ist immer erste hilfe zeit.
> Nahrung schicken kann nur ein Ausnahmefall sein. Ansonnsten machst du die Leute dort komplett abhänig von den Lieferungen und verhinderst, dass sich eine eigene Landwirtschaft überhaupt aufbauen kann, denn die steht ja dann in Konkurenz zu den Hilfslieferungen.
Vielleicht gehts im globalen Kapitalismus wirklich nicht.
> Wenn sie es schaffen ihre Bürgerkriege zu beenden (was der Ernährungssituation übrigends auch recht förderlich wäre, wenn nicht immer die Felder brennen) und durch Entwicklungshilfe die Kinder etwas Bildung geniessen können, dann werden sie sicher "Opfer" der Globalisierung - billige Arbeitskräfte einstellen, Fabriken bauen,... - und es wird ihnen ergehen wie allen anderen diesen Staaten momentan auch - wirtschaftlicher Fortschritt und mit der Zeit höhere Löhne und ein höherer Lebensstandard und dann zieht die Karawane wieder weiter.
Irgendwo auf einem Poster las ich mal den Spruch "A hungry man is an angry man".. weil du kriege erwähntest.
grüße
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