logo


Beiträge: 0
(gesamt: 0)

Jetzt online
0 Benutzer
4 gesamt
Hauptforum   Paranormal Deutschland e.V.

Hauptforum  Heilerforum  Hexenforum  Jenseitsforum  Literaturforum  OBE-Forum  Traumforum  Wissensforum  Nexus  Vereinsforum  ParaWiki  Chat 

Kontakt Suche Login
Ansicht: Klassisch | Themen | Beiträge | rss

re: RR
butterfly schrieb am 8. Juni 2005 um 11:01 Uhr (806x gelesen):

> Eben, auf die Prinzipien kommt es an. Klar, auf einer einsamen Insel sind diese Prinzipien anders als in einem Paradies des Individualismus und der großen Freiheit.
>
Hallo Nervensäge :)

> Was meinst du denn mit vorher? Etwas wie Tennissocken in Sandalen? :) In der Tat ist das eine Sache, an der in Deutschland Ehen scheitern.


nee, das ist ein Agreement, das man schließen kann, kein echter Kompromiß.
Solche Agreements gehst du in jeder Art von Beziehung ein.
Zahnpastatube zumachen, Badewanne selber saubermachen, keine Tennissocken zu Sandalen :) or what ever ...
Sowas ist verhandelbar, ohne dass es den anderen große Anstrengung kostet (sollte man meinen). Und wenn dich Tennissockenträger in Sandalen so stört, dann interessierst du dich vermutlich auch nicht weiter für ihn.
Kompromisse, die ich meine, sind persönlichkeitseinschneidender.
Was nützt es dir, wenn du dich in eine schöne Frau verliebst, die du reizend findest, sie ständig anfassen könntest, zu der du dich körperlich hingezogen fühlst (ist ja normal, wenn man verliebt ist ...), du aber früher (oder eben später) merkst, dass ihr gar nicht zusammen reden könnt? Oder Sie zu pingelig oder zu "schlampig", oder zu schweigsam, oder zu mitteilsam für dein Naturell, oder zu ... was weiss ich alles noch.
Klar denkst du dir erstmal: Das wird schon noch. ("Das biege ich schon irgendwie hin.") .
FALSCH gedacht. Das, was du biegen willst (u.vielleicht auch irgendwann gebogen kriegst), ist schließlich nicht dasselbe, also dieselbe Person, in die du dich verliebt hast. Und du fragst dich irgendwann: WAS um Himmels Willen hat mich an dieser Frau mal gereizt?
(Waren ist nicht vielleicht doch ihre kleinen und großen Macken, die ich ihr jetzt erfolgreich ausgetrieben habe?)
Jetzt ist sie deine Marionette, kompromißbereit und vielleicht wirklich so, wie du sie dir anfangs gewünscht hast - aber sie ist es auch wieder nicht.
Und du genauso. Aus "Liebe" zu ihr hast du dich auf zahlreiche Kompromisse eingelassen - um zu "stabilisieren" oder zu erhalten, was dir am Herzen liegt.
Mit dem Ergebnis, dass du eines Tages feststellst: Was ist noch von meiner Persönlichkeit übriggeblieben? Bin das wirklich noch *ich*?

Das ist das Dilemma menschlicher Beziehungen (und Ehen mit allzu viel Kompromißbereitschaft).
.
Und das Dilemma erfolgreich geschlossener Kompromisse allgemein.
(Und jetzt muß ich was arbeiten :)).

butterfly
>
>
>
>
> > Das mit den Kompromissen ist ein zweischneidiges Schwert: Es gibt welche, die man schließen kann (vielleicht sogar sollte, um seine Toleranz zu schulen z.B., hin und wieder auch aus Rücksicht auf den Partner, die Kinder, die Mitmenschen usw. ...), aber langfristig gesehen sind geschlossene Kompromisse meist fatal in ihren Folgen.
> > Gehst du in prinzipiellen Fragen erstmal Kompromisse ein, hast du nach ein paar Jahren ausgekichert und du siehst, dass es den Kompromiß nicht wert war, denn er hat dich "verbogen" und unterm Strich nicht weitergebracht.
> > Nicht dich und nicht den anderen, der mit dieser Situation von beidseitiger Unzufriedenheit dann auch hadert.
> >
> > Kann so sein. Muss aber nicht.
> > Aber man weiß es eben vorher nicht.
> > Oder eben doch.
> >
> >
> >
>


zurück   Beitrag ist archiviert


Diskussionsverlauf: