re[2]: Seelenfamilie
Albine schrieb am 1. November 2006 um 8:29 Uhr (661x gelesen):
Guten Morgen Asherah,
ich kann dir leider erst heute antworten, da wir gestern nicht da waren.
> Im Gegenteil! Wie ist es denn in einer normalen Familie? Man ist zusammen gewürfelt, "sucht sie sich nicht aus" und muss sehen wie man miteinander klar kommt.
Also ist das Wort "Familie" auch in diesem Bereich nicht anders definiert, als normalerweise. Ich dachte nur, dass sich die Seele eine Familie vielleicht aussucht...
*etwas verwirrt bin*
>Und auch wenn sich z.B. zwei Geschwister hassen wie die Pest... sie sind und bleiben Geschwister. Auch wenn Du mit deinen Eltern brichst aus irgendeinem Grund, es bleiben IMMER deine Eltern.
Beides ist bei meinem Vater der Fall. Er und sein 14 Jahre jüngerer Bruder gehen sich seit Jahren grundsätzlich aus dem Weg und zu seinen Eltern hat er vor Monaten den Kontakt abgebrochen, da sie Lügen über ihn erzählten und über seine Familie - mit uns allen ist bezüglich Lügen also nicht gut Kirschen essen.
Ich dachte, eine Seele sucht sich seine Eltern aus, um etwas bei ihnen lernen zu können. Ist bei Seelenfamilie auch der Lerneffekt im Vordergrund oder doch eher ein gemeinsames Bündnis?
> Bei mir ist es auch so, dass die "meisten" meiner Gruppe einander ebenfalls ebenso wertschätzen, bloss einer schlägt quer... Meiner Meinung ist der Fall sehr, sehr deutlich: Weil der eine genau jene Facetten verkörpert, die der andere an sich ablehnt... Im Grunde ein und das selbe nur am unterschiedlichen Polen, aber die Gleichheit in der Essenz dahinter. Bsp. Person A , die Überrespekt hat und Person B die absichtlich respektlos ist. Beiden gemeinsam ist die Respektthematik und die genaue Definition, bloss der eine lebt es so, der andere so. Mit der sie nicht im Reinem sind und die für die Gesamtgruppe von Bedeutung ist.
So in etwa sieht das auch bei mir aus. Allerdings bezieht sich ihr Problem nicht auf Respekt, sondern auf den Glauben :-)
> Ich denke manchmal, würde man (bei mir) zwischen uns allen 5en die Mitte treffen, wäre dies vollkommen und perfekt. Als ganzes ergeben wir - werweiß - vielelicht sogar ein einziges "erleuchtes Wesen": Aber noch ist man halt getrennt, durch Körper, durch das Leben und verschiedene Stufen der Einsicht. Und gerade wenn sich einer nicht mit seinem Spiegelbild oder Schatten auseinander setzen WILL... so kann es vorkommen, dass der eigene Seelenverwandte gerade erst recht abgelehnt wird.
Das kann ich verstehen. Danke, das hilft mir sehr weiter!
> ... ach, ich weiß nicht. Normalerweise sollten sich Seelenverwandten definitiv nicht hassen. Aber ich denke nicht, dass dies irgendwie verallgemeinerbar ist. Manchmal könnte ja auch der Hass die Lektion sein, für die man sich hier verabredet hat? Oder er ist nur oberflächlich zur reinen Verarbeitung? Oder der Hass entsteht gerade deswegen WEIL man sich so nah intensiv und verwandt ist/war...
Das einzige, was ich bislang dahingehend wirklich hart erleben musste, war eben dieses - allerdings ohne Seelenverwandtschaft. Eine Partei bildete sich das wehement ein, als es Probleme gab bzw.Veränderungen auftraten, arbeitete sie gegen ihren "selbsternannten Seelenverwandten" und auf eine solch erschütternde Art und Weise, dass sie nie einer Seelenfamilie angehören, was wiederum die andere Partei ja schon wusste :-)
Bezüglich meiner eigenen Erfahrungen zu meinen Personen bzw. Seelenverwandten gilt das, was du oben genannt hast, wie gesagt, am Glauben hapert es da.
Viele Grüße und danke für deine Antwort,
Albine
>
> Gruß,
> Ash

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