re: Die Klapsmühle wirkt auch keine Wunder
Ilmater schrieb am 24. Oktober 2006 um 15:49 Uhr (702x gelesen):
> Professionelle Hilfe klingt gut. Aber die Wahrheit ist schrecklich. Ich hab schon mal ne Klapsmühle von innen gesehen. Nicht als Patient, zum Glück. Und nur für 2 Stunden, zum Glück. Die professionelle Hilfe besteht darin , dass den Patienten Drogen verabreicht werden, bis sie völlig ruhig sind. Pro Tag werden einige Millionen Gehirnzellen abgetötet. Nach einigen Monaten oder Jahren, sind die Leute dann GESUND. Unhöflich Leute wie ich würden sagen, die sind dann dumm wie Brot. Früher hat man diesen Menschen GEHOLFEN, indem man ihnen das halbe Hirn rausgeschnitten hat oder Elektoschocks verpasst hat, bis die meisten Gehirnzellen verschmort waren. Heute macht man das mit Psychopharmaka. Psychopharmaka klingt viel besser als Drogen und Medikamente klingt noch besser. Die Wirkung ist immer die gleiche. Die Patienten sagen nix dummes mehr und machen nix dummes mehr, sie sind ganz lieb und strunzdoof.
>
> Also wer Probleme hat solte auch keinen Fall professionelle Hilfe annehmen. Das ist nur Selbstmord auf Raten.
Das ist eine absolut unqualifizierte und sehr dumme Aussage. Die geschlossene Abteilung einer Psychatrie ist für Personen mit schwersten psychischen Störungen. Nicht jeder Patient kommt gleich in eine Anstalt, ich glaube du siehst zu viel fern.
Des Weiteren verändern Psychopharmaka nur den Stoffwechsel im Gehirn, niemand wird davon "dumm". Denkst du ernsthaft, Leute die diese Medikamente brauchen, wären sonst ganz harmlose Mitbürger? Weit gefehlt... schwere Medikamentation wird nicht willkürlich gegeben, das hat schon seinen Grund.

Beitrag ist archiviert
Diskussionsverlauf: