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re: Die Zeit, Jugend und Alter
Albine schrieb am 25. Oktober 2006 um 13:01 Uhr (629x gelesen):

Hallo Asherah,

ich habe die Zeilen der vorherigen Schreiber hier noch nicht gelesen - da ich denke, dass sie mich vielleiucht beeinflussen könnten und ich dir gerne neutral antworten möchte :-)
Ich bin zwar noch ein recht junger Zwerg, dennoch habe auch ich meine Meinung und möchte diese auf diesem Wege gerne mitteilen.


> Einer der Fragen, denen ich mich aktuell akut widmen muss, ist die "Versöhnung" mit der heutigen Jugend. Ich komme einfach mit den 16Jährigen so gar nicht mehr klar. So gar nicht. Ich hasse sie bisweilen regelrecht. Obwohl (oder gerade weil?) ich mich selbst innerlich noch so jung finde? Weil ich keine Idenfikationsgruppe mehr habe? Die in meinem Alter auf MEINER Wellenlänge sterben aus, und mit den Jungen kann ich nicht...

Ich verstehe ein wenig, was du meinst.
Als ich neulich in der Fahsdchule war, um ein Aufbauseminar zu belegen, das nach meinem Unfall wichtig war, lernte ich einige Menschen gleichen Alters kennen, mit denen ich nicht viel anfangen konnte... Das soll nicht überheblich klingen, aber sie haben ganz andere Gedanken, Maßstäbe und einen anderen Horizont, als ich. So konnte ich mit 180 km/h oder Drogen am Steuer bzw. bis nachts um 4 Uhr in der Disco nicht wirklich viel anfangen - denn das ist nicht meine Welt.

Viele junge Leute fragen mich "Und, was machst du so am Wochenende, wo feierst du ab, wo lässt du die Sau raus, wo schleppst du wen ab,..."
Dann steh ich da, wie ein geprellter Bock und sage ihnen "Öhm... ich könnte zwar jedes Wochenende bis zum Abwinken in die Disco, könnte alles abschleppen, das nicht bei drei auf dem Baume ist, könnte die Sau raus lassen - ABER, warum denn? Hab gar keine Lust da drauf, das ist nicht meine Welt"...

Einige verstehen mich, andere nicht, ABER das muss auch niemand, dafür ist jeder anders und man sollte sich darüber nicht lustig machen.
Als ich 13 Jahre alt war hatte ich eine Phase, in der ich jedem Jungen nach rannte, jeden Abend unterwegs war und ständig mit Freunden abhing. Und irgendwann hat es mich einfach nur noch angekotzt... Langsam trennten sich die Interessen und Meinungen und jeder machte seinen eigenen Stiefel.
Mit 15 Jahren lernte ich meinen ersten Freund kennen, hatte mein erstes mal, fiel so richtig auf die Schn***e und zog dann wie ein verwundetes Reh davon.
ABER - ich musste diese Erfahrung sammeln, denn sie hat mich gelehrt, wer ich bin und was ich will!

> Wobei gar nicht mal das zahlenmässige Alter das Problem ist, sondern dass ich durch sehr viel Verantwortung, Sorgen und Kind "gereift" bin und zwangsweise in einer ganz anderen "Weltanschauung" und Lebensführung sitzen muss. Es ist sogar eher hindlicher sich innerlich so freigeistig und ~ mütig wie 20 zu fühlen, aber durch das Mutter-Dasein eben entsprechend das "unfreie" Leben einer 30Jährigen zu führen. Es zerreißt mehr, als dass ich von der geistigen Jugend profitiere.

Zwar habe ich keine Kinder wie du, jedoch kann ich verstehen, dass du diese auszulebende Freiheit von früher gerne genießen würdest. Ein Stück bist du frei, doch ein Stück ist gefangen - sitzt im Käfig aus Glas...
Die Mutter meines Ex- Freundes bekam ihr erstes Kind mit 18 Jahren. Heute ist sie 45 Jahre alt und lebt ihr Leben - wenn auch nicht immer "unegoistisch" anderen gegenüber. Sie genießt die Freiheit jetzt, die sie früher nicht hatte und bereuht so nichts.


> Zum Teil bin ich zugebenermaßen auch neidisch auf die Jugend, aber es überwiegt, dass ich meine Erfahrungen etc. nicht missen möchte. Für mich alleine genommen in meinem "eigenem Universum" habe ich gar kein Problem mit dem Älter-Werden. Nur damit, dass es in dieser Sparte immer einsamer wird und man nirgendswo wirklich dazu gehört; oder damit dass die Jüngeren auf einen zu Unrecht herab sehen oder dass man aus dem eigenem Revier verdrängt wird...

Jugend, Kindheit - das alles sind recht unbeschwerte Zeiten, viele Menschen wünschten sich heute, nochmal in die Schule zu gehen, in den KIndergarten - denn irgenwann stehst du ganz alleine auf deinen eigenen Beinen, niemand biegt dir einen Fehler grade oder hilft dir aus der Patsche, außer du selbst...
Als Jugendlicher werden dir Fehler nachgesehen - du bist eine gesellschaftliche Ausnahme, die erst noch geformt werden muss und ebenso formt!
Vielleicht ist dein Problem mit der Jugend, dass du darum weißt, sie nicht mehr leben zu können. Aber sollte dich das daran hindern, es zu versuchen? Ich denke nicht.
Sperr dich nicht zu sehr ein, setz dich nicht unter Druck, denk auch mal an dich!
Jetzt kannst du mal dran sein, egal was wer wie von dir denkt :-)

Und vielleocht liegt es einfach daran, dass du dich selbst in ein anderes Licht rückst und dadurch den Eindruck machst, als wärst du anders oder verhälst dich so, dass dir die Jugend keinen Respekt gibt...
Sieh dich nicht über der Jugend oder unter ihr - du bist auf gleicher Stufe und es gilt, dass man alles akzeptiert und respektiert - um sich herum - und das fängt bei jedem selbst an.

:-)

Vielleicht konnte ich dir ein wenig helfen.

Sonnige Grüße,
Albine


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