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Kinder, Unfälle und Respekt
Asherah * schrieb am 25. Oktober 2006 um 9:58 Uhr (647x gelesen):

Hallo Blaze!

Ich denke, jeder hat seine Portion Verantwortung und Schicksal zu tragen. Ob schwere Unfälle nun mit dem alltäglichen Mutter-Sein zu vergleichen sind, glaube ich weniger, weil in beiden Fällen ganz andere (v.a. auch psychische) Bedingungen gefragt sind.

Blödes Beispiel: Von Unfällen, Krankheiten und Unglück ließe ich mich auch nicht abhalten. Aber wenn man dabei die Verantwortung für ein kleine Seele trägt, die nicht für sich selbst entscheiden kann, sieht es anders aus. Würdest Du z.B. einen Trip nach Spanien per Anhalter machen, wenn dein 6 Jähriges Kind an Krücken geht?

Ich möchte damit nicht sagen, was schlimmer wäre... mitnichten. Sondern nur darauf verweisen, dass es nicht eins zu eins vergleichbar ist. Auch nicht in Hinblick auf das, was man allgemein "erwachsen" nennt. Da redest Du über Anti-Virenprogramme... ja, über so was kann man sich mit Partner streiten oder nicht. Aber z.B. wenn Du alleinerziehendes Elternteil wärst, würdet man - egal wie sehr man möchte - das Geld fürs Kind ausgeben - im Fall der Fälle wenn es knapp ist und man verzichtet dem Kind zu liebe (und von Herzen) auf viele Dinge, die einem selbst wertvoll wären. Auch die geistig-emotionale Freiheit nimmt ab. VOR ALLEM bei sensitiven Familien wie bei uns. In dem Alter, wo meine Tochter noch über die sog. geistige Nabelschnurr mit mir verbunden war, war es z.B. sehr extrem und gewisse Dinge DURFTE ich einfach nicht denken oder fühlen, weil es das Kind mitbekam. Auch jetzt noch (sie ist 6) ist ein sehr, sehr starkes empathisches Band vorhanden, welches es nicht immer leicht macht. Anderseits gibt genau dies so etwas wie ein gesunde Bodenhaftung, ich möchte hier nicht darüber klagen. Sondern nur sagen, dass man eben einfach nicht mehr so KANN und DARF wie damals, als man jung und frei war. Egal ob es um Spiritualität oder "banales" wie Partnerschaft / Sex geht. Bsp. scheute ich früher magisch gesehen nicht das kleinste Riskio: Wenn ich darauf gehe, gehe ich drauf. Kann ich heute nicht mehr so sehen, weil es jemanden gibt, der mich unabänderlich braucht. Und es helfe auch nichts, wenn ich meine Sexualität so frei wie mit Anfang 20 lebe, denn die Kleine würde all das ja mitbekommen und (in meinem speziellen Fall) wäre das sicherlich nichts empfehlenswert...
Und es geht freilich auch über profane Dinge wie Wohnungseinrichtung. Als ich 23 war lebte ich in meiner Traumbude: Alles komplett schwarz. Aber in so einer Wohnung zieht man keinen kleinen Engel groß... ergo bleibt für mich selbst nur eine kleine Ecke.

All dies bliebe z.B. "nur" durch einen Unfall unangetastet.

Zu all dem anderen hast Du ein klein wenig ein falsches Bild bekommen. An allen voran ist der Neid nur ein kleiner und eher zweitrangiger Aspekt. Außerdem umgebe ich mich viel mit Jüngeren, allerdings an der Universität... hier habe ich auch Freunde. Bloss brauche ich diesen - wenn auch sehr lieben, intelligenten und tiefsinnigen - Nachwuchswissenschaftlern nicht mit Magie oder anderen Interessen kommen. Hier bleibt eine Lücke.
Auch bin ich offen für respektvolle oder suchende Jugendliche oder für ihre Probleme. Ich bin offen für ihren frischen, unverbrauchten und spontanen Geist und auch die anderen Vorteile. Ich erwarte NICHT, dass sie selbe Erfahrungswerte haben. Meine beste Freundin ist ebenfalls 10 Jahre jünger.

ABER...

Mädchen wie diese Freundin scheinen mir heutzutage mehr und mehr die Ausnahme zu sein.


>>> sondern Menschen die noch Träume haben und spontan sind, ohne ständig Angst vor den Konsequenzen zu haben.>>>

Hmm... ja, hier kann man einharken. a) Ich habe noch meine Träume und ich bin unverbesserlicher Optimist b) habe für mich keine Angst vor Konsequenzen, allerdings dann wenn es mit meine Kleine betreffen würde, denn sie kann nun mal nicht für sich alleine entscheiden. c) Spontanität und Mutter-Sein schließt sich aus. Dies ist keine Klage. Es liegt in der Natur der Dinge. Das weiß man vorher, damit rechnet man. Mich also durch Jugendliche in der Spontantität anregen zu lassen, führt langfristig eher zu einem "Zerreißen" denn eine Verbesserung...denn was bringt es, wenn die Wünsche mehr und mehr geweckt werden und nicht gelebt werden können? So geht es nun mal zu.

Und hier kommt nun der "gefährliche" Gedanke des wirklichen Erwachsen-Werdens. Z.B. dass man manchmal glaubt oder zweifelt, dass man sich wohler fühlen würde, wenn man sich NICHT ständig mit dem beschäftigt, was man nicht haben kann. Z.B. Sponantität. Es würde es emotional leichter machen, damit umzugehen. Aber so bin ich nun mal nicht. Ich kann mich nicht so sehr selbst belügen. Wenn es mir einst gelingen soll, dann bin ich tatsächlich "alt" geworden.


>>> Ich habe festgestellt, dass das Wichtigste im Umgang mit jungen Menschen der Respekt ist, nur wenn ich die Meinung eines anderen Menschen respektiere, wird auch er meiner Meinung Beachtung schenken. Hat man sich den Respekt einer Person verdient, so kann man auch offen mit ihm über die eigenen Probleme reden und bekommt durch die Unbeschwertheit der Jugend oft neue Denkanstöße.>>>

Der Großteil der Jugend hat KEINEN Respekt vor dem Alter. Das liegt z.T. wohl auch an klassichen Generationskonflikten und in der Natur der Sache.

Auch erinnert es mich an eine Diskussion zwischen zwei meiner Seelenverwandten. Der eine bringt jedem ein extrem (vielleicht zu hohens) Maß an Respekt entgegen, solange bis jemand diesen Respekt durch Fehlverhalten verspielte. Ein anderer hingegen ist der Meinung, er behandelte alle respektlos (z.B. absichtlich in der Funktion eines Narren und Spiegels)... und zwar solange, bis man sich seinen Respekt "verdient" hat.

Worauf möchte ich hinaus? Was heißt hier Respekt verdienen?! Sollte man sich nicht generell respektvoll verhalten? Und ich respektiere die Jugend! Definitiv! Was mich wütend macht ist - wie in den anderen Post beschrieben - wenn ich von der Jugend angegriffen werde und dass dann auch noch völlig unverschuldet und grundlos. Was zumindest hier bei uns vor Ort bedauerlicherweise Gang und Gäbe ist.

Du sagt "hat man sich den Respekt verdient"... was soll ich tun? Mich bei pubertären, verzogenen Gören anbiedern, um Anerkennung keifern und mich rechtfertigen, weil ich älter bin? - Wohl kaum, oder?!

Wer mich näher kennen lernt, respektiert mich auch. Es gibt ja die berühmten Ausnahmen von der Regel, mit denen ich mich ausgesprochen gut verstehe. Aber hier lokal in meinen Kreisen sind z.B. Jugendliche so drauf, dass man die und die KLamotten, Markenprodukte etc. benötigt.. und man nur DADURCH Respekt erhält. Oder durch die Anzahl der Sexualpartner. Soll ich mich dem etwa anpassen, nur damit es eine Chance gibt, mich mit ihnen zu unterhalten? Wohl kaum.


>>Du könntest alles tun was die jungen Leute tun, dir fehlen nur die Freunde, mit denen du diese Dinge tun könntest. Und weshalb fehlen dir die Freunde? Weil du sie durch deinen Neid auf Distanz hältst und dich lieber mit Menschen abgibst, die sich ebenso einschränken wie du.>>>

Dies hat sich wohl mittlerweile - so hoffe ich - schon geklärt. Nein, ich kann nicht alles tun was die jungen tun! Das beginnt schon finanziell, weil ich mein Geld in so "blöde" Sachen wie Essen, Kleidung, Miete, Lehrbücher für die Uni investieren muss und eben nicht frei verfügbartes Taschengeld habe, dass ich zu Ebay trage ohne mir über irgendwas Gedanken machen zu müssen.

Und Freunde habe ich auch. Allerdings eben decken sie einen wichtigen Bereich (Magie, Spiritualität etc.) nicht ab.


Zum Abschluss, und nicht böse gemeint... Du scheinst ja nun schon einige Jahre auf dem Buckel zu tragen. Dafür finde ich es wenig schade, dass Du trotzdem nie gelernt hast Dich in "ELTERN" hineinzuversetzen... So magst Du zwar geistig und auch sonst die mehr Jugend bewahrt zu haben, aber es fehlt dann womöglich auf der anderen Seite. Vielleicht sollstet Du in deinen Bekanntenkreis mal mehr Eltern hineinholen um neue Denkanstöße zu bekommen, statt Dich "nur" der Jugend zu widmen. Dies bezieht sich vor allem auf solche Aspekte wie Sponantität, die Du hier als Beispiel aufzählst als auch Sätze wie "Du kannst alles tun, was ein Jugendlicher tut". Sorry, so viel über den Tellerrand sollte man schon schauen können, dass dies als Elternteil (v.a. "alleinerziehende Mutter") definitiv nicht geht. Aber das dies kein DRAMA oder keine KLAGE ist, sondern die Natur der Dinge. Ein ganz natürlicher Prozeß, der seit Jahrmillionen stattfindet.

LG
Ash






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