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Gewalt ist nie eine Lösung
myrrhe schrieb am 5. Februar 2005 um 14:13 Uhr (540x gelesen):

Hallo Max,

ich bin Pazifistin und gegen jede Anwendung von Gewalt. Und ich kann nicht Wasser predigen und Wein trinken!
Deine Frage kommt mir vor wie die Fragen, die früher den Zivi-Anwärtern gestellt wurden: "Was würden Sie tun, wenn Sie mit Ihrer Freundin durch einen Wald gingen, eine Pistole dabei habend, und Ihre Freundin würde angegriffen werden?" (Welcher Pazifist hat eine Pistole dabei?)

Schau dir die Geschichte doch einfach an: Gewalt war und ist nie eine Lösung. Auch wenn sie mal scheinbar eine zu sein scheint, so betrachte den Verlauf der Ereignisse. Gewalt bringt nichts, weil sie nur Symptome bekämpft.
Schlägt man der Schlange einen Kopf ab, so wachsen drei andere nach.

Nicht Gewalt ist Lösung, sondern Verhandlungen, Restriktionen. Reden und vor allem: Vor-Leben im zivilen Bereich.

Naraharis Posting war keine Gewalt, weil niemand gezwungen wurde von ihm, hinzuschauen. Er hat niemanden in seiner Freiheit eingeschränkt, niemanden an Leib, Seele und Leben bedroht. Das ist also keine Gewalt, denn das Hinschauen ist freiwillig, nicht erzwungen.
Gewaltige Wirkung?? was es wirklich bringt, dazu lies das, was ich an te king geschrieben habe: es bringt nichts.
Der Mensch denkt allenfalls, wenn überhaupt, kurz nach - dann verschließt und verdrängt er das Gesehene und macht weiter wie bisher.

All diese Maßnahmen packen das Übel nicht an der Wurzel, sondern wirken wie Aspirin: symptombekämpfend. Doch die Krankheit ist die der Seele! Der Mensch ist krank an seiner eigenen Seele, an seinem Inneren. Und er ist es, weil er Konsum, Geld, Macht an die Stelle von religio und Kunst/Kreativität setzt.
Ein Zeichen unserer Gesellschaft.

liebe Grüße,
myrrhe

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