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@soki
Dechen schrieb am 8. Dezember 2004 um 17:00 Uhr (888x gelesen):
Hallo Soki,
> schliesst das wissen um karma für dich das wissen um gott aus?
Die Idee des Schöpfergottes der außerhalb von uns existiert schließt Karma aus, also jemand der die ganze Welt erschaffen hat und selbst nicht durch Ursache und Bedingungen entstanden ist. Denn alles hat seine ursache und wirkung, selbst ein Gott kommt nicht aus dem Nichts, auch für ihn gibt es eine Ursache, was ja bei dem Schöpfergott nicht so sein soll.
Aber Karma und Gott an sich vertragen sich schon, denn im Buddhismus wird ja von 6 Daseinsbereichen gesprochen.
2 Daseinsbereiche sind göttlich:
Der eine Bereich ist der Bereich der Asura ( Halb )Götter
der andere Bereich von Götter, wobei es Götter auf 3 verschiedenen Ebenen gibt: im Begierdebereich, Formbereich und formlosen Bereich, und in diesen verschiedenen Bereichen gibt es verschiedene Klassen von Göttern.
Im Abidharma wird das sehr gut beschrieben.
Zur Info: Der Buddhismus betet keine dieser 2 Klassen von Göttern an, vorallem da sie innerhalb des Daseinskreislaufes sind, denn der buddhist will aus Samsara( Kreislauf der Wiedergeburten ) raus, in dem Sinne daß er nicht mehr ohne zu bestimmen zu können, wo er , wann er, und wie er wiedergeboren wird. Wesen die in Samsara sind haben über ihre eigene Widergeburt keine Kontrolle .
Der Buddhist nimmt Zuflucht ( was die geheime Zuflucht anbelangt )zu der eigenen Buddhanatur, also eigentlich zu sich selbst, zu seinem Potential das er zu manifestieren versucht. Buddha, Dharma und Sangha, also die äußeren zufluchtonjekkte, sind in ihrer Essenz nur die Erscheining der eigenen Buddhanatur.
Wenn dieses Potential, das in allen Wesen wohnt und gegenwärtig ist voll entfaltet ist, ist man zu einem Buddha geworden.
Nun ist es so, daß die buddhisten lehnen den Göttern in den Daseinsbereichen nicht ablehnend gegenübersteht.
z.B im Hinduismus nennen sie den Schöpfergott Brahma.
Die Buddhisten nehmen zwar keine Zufluch zu Brahma, indem Sinne, daß sie daran glauben, daß er sie von ihren leiden erlösen wird letztendlich, aber sie treten in Kontak mit ihm und auch mit anderen göttlichen Wesen die den Menschen wohl gesonnen sind. Wenn sie Heilkräfte haben, so bitten sie darum, aber sie verschmelzen z.B nicht in einer Visualisation mit der Gottheit und sehen nicht ihn als ihren Retter an;
Denn der Buddhist glaubt daran, daß er letztendlich nur sich selbst erretten kann von allem Leiden und allen Schwierigkeiten , und andere ihm nur den Weg dorthin weisen können, aber die arbeit muß man schon selbst tun.
Nicht mal ein Buddha kann verursachen daß man erleuchtet wird,frei wird von Leiden, er kann nur den Weg dorthin zeigen, da er ihn selbst gegangen ist.
Ich könnte mir vorstellen, daß der westliche Buddhismus den christlichen Schöpfergott miteinbeziehen würde,so wie Brahma miteinbezogen wurde, doch irgendwie glaub ich doch nicht daß das funktionieren wird,
denn der christliche gott sagt ja, du sollst niemand anders als mich neben dir haben, du sollst dir kein Bildnis von mir machen usw......und dann hört man auch noch daß der christliche gott nicht außerhalb von einem selbst sein soll
....und da hört sich alles so an, als ob hier von der Buddhanatur die Rede sein könnte, unserer eigenes Potential, daß auch die Welt und uns erschafft.
Aber das habe ich hier jetzt sehr einfach ausgedrückt, denn es gibt einen Unterschied zwischen einem Geist der sein Potential manifestiert hat und welches das es nicht hat.
Liebe Grüße
Dechen

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