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Erwinio's Freitagspredigt
erwinio schrieb am 10. November 2006 um 13:59 Uhr (572x gelesen):

So, nun hebt Erwinio an zu Freitagspredigt. Der Himmel ist blau und weit und die Luft frisch. Wer in diese Weite des Himmels blickt mit seinem Herzen und in das rötliche Licht des Herbstes, und wer alles fallen lässt von sich und es gleichtut den Bäume mit ihren Blättern, der wird einen Eindruck von Freiheit kriegen. Wie ein Beben wird er ihre Präsenz erleben, ein Beben, welches die letzten einengenden und beschränkenden Gemäuer noch einstürzen lässt. Und dann, wenn nichts mehr steht, nichts mehr aufrecht erhalten wird; dann kann still die eine Blume blühen, die nur blüht, wenn alles andere vernichtet ist.

Wo nun die Gemäuer noch stehen, setzt sich Moos an und Unkraut zwängt sich zwischen jede Ritze. Wie soll die eine Blume blühen können, wo ihr kein Plätzchen eingeräumt wird, wo zu ihr kein Licht durch zu dringen vermag?

Spirituelle Sichten werden immer wieder hier vertreten. Dies sollst Du spirituell sehen und das. Diese genannten Sichten sind aber der grösste Feind der Freiheit. Die spirituelle Sicht kann überhaupt nicht unterschieden werden von der weltlichen Sicht. Denn die Welt ist spirituell. Wenn Karma, Reinkarnation, Religion, Dogma; wenn das alles spirituelle Wahrheiten sind; dann verstehe ich, weshalb jemand so gegensätzlich weltliche und spirituelle Sicht trennt und gleichzeitig behauptet: "Alles ist Eins". Denn dieses "Alles ist Eins" ist für ihn nicht Erleben, sondern auch nur ein Gedankenkonstrukt, nur eine Lehre, genauso wie Karma nur eine Idee ist, nur ein Versuch einer Erklärung. Er akzeptiert diesen Gegensatz, weil er die Sichten trennt. Es muss für ihn nicht vereinbar sein, was er spirituell nennt. Aber siehe: Wer schon weltliche und spirituelle Sicht trennt, der muss auch eingestehen, dass Gedankenkonstrukte und Ideen der weltlichen Sicht zugehören. Denn Geist ist wohl der Gedanke, aber der Gedanke ist nicht Geist! Der Gedanke und seine Konstrukte zerfallen, wie alles zerfällt, was nicht diese eine Blume ist. Und Karma und Reinkarnation sind nichts weiter als Kinder von Gedanken.

Also, ich, Erwinio sage Euch: Auch wenn Karma und Reinkarnation zu Gliedern der Spiritualität gezählt werden; sie sind das Gegenteil! Sie sind Krücke und Versuch des Ichs, sich zu spirituellem Wissen vorzudrängen. Diese eine Blume von der ich spreche, sie braucht kein Karma, braucht keine Reinkarnation, ja, sie braucht nicht einmal Gott! All das sind ihr nur Bildnisse, nur Brocken von kaltem Stein, die ihr das Gedeihen und Aufblühen verhindern.

Ihr sagt: Es ist ein Lernen, ein Aussuchen, ein Anziehen, ein Gesetz von Ursache und Wirkung. Ich sage: Das ist zäher Zement, der die Gemäuer des Ichs aufrecht erhält.

Wer, frage ich, soll Lernen, Aussuchen, Anziehen; wenn neugeborene Kinder sterben; ein Liebespaar in der Nacht von einer Granate getötet wird, jemand sich vollpumpt mit Substanzen, die ihm diese Sehnsucht nach der einen Blume etwas zu trösten verspricht?

Hört mir auf, zu erklären. Hört mir auf mit Konstruieren!

Niemand lernt! Würdet Ihr das nur sehen; würdet Ihr nur öffnen Eure Augen und die Welt überblicken. Wo, frage ich Euch, seht Ihr dieses Lernen? Das, was ihr als Lernen entdeckt ist das Aufbauen noch höherer Gemäuer! Das Ideal, das ihr in der Zukunft seht, das der Mensch irgendwann erreichen kann; dieses Ideal ist längst da. Aber wer sucht, entfernt sich davon, weil er fortschreitet.

Ihr sagt, das ist nur in der spirituellen Sicht erkennbar.
Ich sage, es gibt keine spirituelle Sicht ausserhalb der weltlichen Sicht.

Die spirituelle Sicht ist explodierende Granate und Ruhe. Sie ist Orkan und Stille. Sie ist Leid und Freud, sie ist Frage und Antwort in einem. Aber sie ist nicht Erklärung. Sie ist nie Rechtfertigung. Sie ist nie Modell. Sie ist nie Versuch von Gerechtigkeit. Spirituelle Sicht ist gewaltig, umfassend, sie braucht keine Rechtfertigung, braucht keine Erklärung, denn sie weiss schon alles und stellt keine Fragen. Ihre Fragen sind beantwortet, bevor sie gestellt werden. Sie hat keinen Sinn und kein Ziel. Sanft legt sie ihre Flügel über alles; und was unter ihren Flügeln ist, ist druchdrungen von ihrem Lichte und vibriert und dröhnt unter ihrem Beben.

Die Abspaltung der spirituellen Sicht ist das Gemäuer, welches uns gefangen hält. Die Deutung der Welt ist die Kette, die unsere Freiheit bindet. Ein Wunder wenn jemand sich spirituell nennt und die Welt nicht erträgt? Sich über viele Jahre mit den Lehren und Leeren der spirituellen Welt beschäftigt? Den Sinn sucht? Nein! Kein Wunder. Er baut die Gemäuer höher und schreitet weg von sich selbst. Er trennt ab, was dazu gehört. Er strebt nach einem Ideal und schreitet fort von sicht selbst. "Aber ich bin doch da", sagt die Blume. Hier. Jetzt.

Alles Liebe

Erwinio

Im Herbst

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