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re[3]: menschen die sich beobachtet fühlen.....
mystica schrieb am 7. März 2006 um 21:58 Uhr (549x gelesen):

Hallo Füchsin,

> Hallo, mystica!
>
> In der anonymen Großstadt sind wir nicht mehr gewohnt, permanent durch die (kleine Dorf-)Gesellschaft "beaufsichtigt" zu werden. Kennst du den Film "die Schweizermacher" aus A.80er Jahre? Darin ging es darum, wie schwierig es ist, Schweizer Staatsbürger zu werden, da man überprüft wird, ob man sich vollkommen angepasst hat, bis zur Art der Gardinen in der Wohnung. Das bedeutet, dass die kleine überschaubare frühere Gesellschaft mehr oder weniger alle kontrolliert hat, was sie taten, dachten oder wohnten oder sich kleideten. Und das ohne Elektronik. Einerseits, um das Gebiet gegen Fremde zu verteidigen, andererseits war der Zusammenhalt auch so groß, dass man sich gegenseitig in Notzeiten dann half. Als Außenseiter hatte man dann aber echtes Pech! Die Elektronik macht jetzt dasselbe, nur auf einem anderen Level.

Der Name des Films ist mir bekannt, aber ob ich ihn ganz gesehen habe, weiß ich jetzt nicht mehr. Irgendwie hatte ich schon immer etwas gegen zuviel Kontrolle. Ich bin auch so erzogen worden, dass ich mich nach anderen richten soll, sondern nur das vertreten und leben sollte, wo ich alleine zu stehen kann. Dafür bin ich sehr dankbar, auch wenn es real dann auch in meiner Familie nicht ganz so ablief. Theorie und Praxis halt ... Jedenfalls haben wir uns weitgehend der Kontrolle anderer entzogen, wodurch natürlich auch ein wenig Außenseiter-Gefühl aufkam. Zum Teil bildete sich das Freiheitsdenken und die Unangepasstheit meiner Eltern aber auch einfach aus finanziellen Gründen. Sie waren einfach nicht in der Lage, mit den besser betuchten Nachbarn mitzuhalten. So wurde aus der Not eine Tugend gemacht - nach dem Motto "wir wollen das ja auch gar nicht..." *g*

>
> Als Gegenschilderung nun mein Eindruck z.B. aus den Weiten der USA. Während man sich hier in Europa kaum bewegen kann, ohne auf jahrtausende alte Wege zu gehen, auf Häuser und Straßen und ander Menschen zu stoßen, gibt es dort Gebiete, die sind so weit, dass man nirgendwo ein Haus oder andere Menschen sieht. Man ist da ganz allein. Unbeobachtet. Sollte etwas passieren, ist man auch total allein. Und das erzeugt nicht nur ein Gefühl der Freiheit, sonder auch ein mulmiges Gefühl der Hilflosigkeit. Der Mensch ist es gewohnt, sich in sich gegenseitig kontrollierenden Gruppen aufzuhalten, kaum ein Außenseiter ist gerne Außenseiter. (Daher hat man heute auch das Handy erfunden, um NICHT total allein zu sein.)

Also ich bin froh, dass ich mich in der breiten Masse nicht wohlfühle, muss ich sagen! Ich bin auch selten längere Zeit ganz alleine gewesen. Aber ich will oft lieber alleine sein als mich über Dinge zu unterhalten, die mich nicht weiter berühren, die langweilig, banal und geistlos sind. Da gibt es wenige Gesprächspartner für mich, mit denen es das nicht schnell wird.
Aber zurück zum Unbeobachtet-Sein. Ich denke ja, auch in den Weiten der USA ist man nicht ganz alleine... zumindest die Schutzengel sind bei einem ;-) - hoffe ich doch. Natürlich ist man materiell gesehen alleine dort. Und ob ein Handy dann immer funktioniert, ist auch die Frage. Für mich ist das Handy nur ein Instrument für den Notfall. Ich mag es nicht, dass ständig Strahlen und Funkimpulse in mich eindringen... das soll ja nicht so gesund sein! Angeblich öffnet der Handybetrieb die "Gehirnblutschranke" las ich letztens. Seitdem bleibt mein Handy noch öfter aus.
Ansonsten wäre das schon eine feine Sache, wenn man so alleine unterwegs ab und zu mal eine SMS oder einen Anruf bekommt. Aber wie sagst du selbst: Nichts ist nur gut oder schlecht. Das sehe ich genauso.

>
> Daher das zwiespältige Gefühl - Sicherheit und Schutz ja, Überwachung nein... wie soll das immer zusammenpassen? Nichts ist nur gut oder nur schlecht. Abgesehen davon - was zum Teufel können wir denn dagegen tun? Der Zug ist abgefahren. Vermutlich werden wir irgendwann sogar noch gechipt, wie die Haustiere.

Ja. Das wäre für mich echt das Schlimmste. Auch noch ein Fremdkörper in mir, der wer weiß was für Informationen trägt und sendet - und empfängt? *schauder* Ich würde es nicht mitmachen wollen.

Aber zurück zum Thema von 'coonsche': fühlst du dich auch mehr beobachtet als früher? Und glaubst du, dass Satellisten einen beobachten können?

- Wenn man dadurch besser geschützt wäre, hätte ich ja nichts dagegen, wenn man mich beobachtet. Aber welche Interessen dahinter stehen - falls etwas an der Theorie dran sein sollte - das weiß ich ja nicht.
Als Fazit möchte ich sagen: Schutz und Kontrolle ist sicher insoweit richtig, wie es um das Überleben des Einzelnen geht. Wo sich aber jemand in Freiheit entfalten will - ohne andere dabei zu schädigen - sollte es keine Kontrolle geben.

>
> Liebe Grüße -
> Füchsin

Liebe Grüße dir auch!

mystica

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