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John Sinclair
re[2]: @Neodysseus
felina * schrieb am
16. Mai 2006 um 14:37 Uhr (819x gelesen):
hi,
also, die arten der träume und deren klarheit hängen nach dem heutigen stand der wissenschaft von der schlafphase ab und stehen damit in zusammenhang mit gehirnwellen. so, wie du das beschreibst, passt es auch zur schlaftiefe. der REM - schlaf ist charakterisiert von sogenannten theta - wellen (7 - 4 hz), während der tiefschlaf deltawellen aufweist (3 - 0,5 hz). die OBE - erfahrungen scheinen mir demnach ein phänomen des sogenannten alpha-zustandes zu sein, des zustandes zwischen schlaf und wachbewusstsein. das heißt: je tiefer der schlaf, desto unbewusster der zustand. ich muss dazu allerdings sagen, dass auf der website, wo ich aufgrund vergessener zahlen -ähem - die brainwaves nachgeschlagen habe, stand, dass man im delta-zustand nicht träumt. ich weiß aber aus meiner erfahrung im schlaflabor, in dem ich eine zeitlang praktikum gemacht habe, dass im deltaschlaf sehr wohl auch träume auftraten.
unter diesen umständen frage ich mich, ob man in allen zuständen eigentlich vom selben phänomen spricht. das wäre das eigentlich interessante, nämlich herauszufinden, was was bewirkt: bewirkt die tiefere gehirnwellenfrequenz ein geringeres bewusstsein, das heißt, können astralreisen nur in höherem bewusstseinszustand stattfinden und alles andere sind traumbilder, die mehr oder minder psychische prozesse begleiten, oder verschwindet der astralkörper einfach in weiter entfernte bereiche, so dass die gehirnfunktionen dadurch reduziert werden? im letzteren fall wären alle träume astralreisen, und die klarheit ihrer erscheinungsbilder evtl. davon abhängig, wie weit die "besuchten welten" von der welt unseres wachbewusstseins entfernt waren bzw. wie gut sich die dort gemachten erfahrungen in die welt unseres wachbewusstseins integrieren lassen.
felina
> Hallo Felina,
>
> > meine frage wäre: was machst du denn überhaupt für einen unterschied zwischen traum und OBE?
> > oder ist für dich traum immer eine OBE? oder ist das in den verschiedenen schlafphasen deiner
> > ansicht nach unterschiedlich?
>
> Interessante Frage. Ich versuche mal, sie so klar wie möglich zu beantworten. Alles Folgende spiegelt logischerweise meine persönliche Meinung wider.
>
> Zuallererst: Auch wenn Träume, ob luzid oder nicht, von den meisten Menschen als irreal abgetan werden, so sind sie es dennoch nicht. Es gibt keine "Hirnspinnereien", alles ist real. Was die einzelnen Zustände voneinander unterscheidet, ist der Grad an Bewusstheit, der einem währenddessen zuteil wird.
>
> 1.) Traum
> Man verfügt nur über sehr wenig Bewusstsein, d.h. man erkennt die Situation, in der man sich gerade befindet, nicht oder nur unzureichend. Entscheidungen werden meist rein instinktiv und/oder emotional getroffen. Das Erlebte wird nur fragmentartig wahrgenommen, es ergeben sich wirre Handlungsketten. Die Erinnerung ist sehr dürftig und verblasst meist rasch. Es tritt kein oder nur ein geringes "Realitätsgefühl" auf.
>
> 2.) Luzider Traum
> Der Grad an Bewusstheit ist so groß, dass der Träumende erkennt, dass er sich in einem Traum befindet. Er kann in das Geschehen eingreifen oder den Traum gar komplett auflösen. Entscheidungen werden wie im täglichen Leben getroffen, sind also eher rational geprägt. Je nach Menge des Bewusstseins sind Wahrnehmung und Erinnerung gut bis sehr gut. Ein Realitätsgefühl ist oft vorhanden. Die Rückkehr in den physischen Körper kann bewusst initiiert werden.
>
> 3.) Außerkörperliche Erfahrung (OBE)
> Hier verfügt man über mindestens soviel Bewusstsein, wie bei einem luziden Traum; in der Mehrzahl der Fälle über weitaus mehr. Man befindet sich nicht innerhalb eines Konstrukts(*) sondern nimmt die tatsächliche nichtphysische oder gar physische Umgebung wahr. Entscheidungen werden entweder vom vollständig entscheidungsfähigen Ich oder, falls gewünscht bzw. zugelassen, vom ganzen Selbst getroffen. Wahrnehmung und Erinnerung sind praktisch exzellent; das geht bis hin zu sogenannten "erweiterten Sinnesfunktionen" wie z.B. 360°-Sicht. Man empfindet ein klares Gefühl, dass das gerade Erlebte vollkommen real ist. Die Rückkehr in den physischen Körper kann auch hier bewusst initiiert werden.
>
> Wie man sieht, sind alle drei Zustände real und wirklich; nur der eigene Blickwinkel ist anders. Träume sind also zwar keine OBEs und OBEs keine Träume, aber die Phänomene sind sozusagen artverwandt. Eine OBE kann in einen Traum "abrutschen" (wenn man das Bewusstsein verliert, den Fokus nicht halten kann) und aus einem Traum kann eine OBE initiiert werden, wenn man erkennt, was los ist und das Traum-Konstrukt auflösen kann. Luzidität bezeichnet lediglich den Punkt, an dem dieses Erkennen einsetzt.
>
> Was die Schlafphasen angeht...ich bin kein Experte in dem Punkt. Überhaupt bin ich kein Experte hier. Dennoch würde ich behaupten, dass die Phasen, in denen "Träume" stattfinden (d.h. die REM-Phasen), "Ablösungsphasen" sind, in denen das Bewusstsein aus dem physischen Körper heraus verlagert wird - entweder auf einen nichtphysischen oder schlichtweg auf gar keinen Körper. Wenn das tatsächlich die Zeitspannen sind, während derer wir außerkörperlich aktiv sind (wie bewusst, sei mal dahingestellt) und uns daran erinnern können, dann sind die "Blackouts" dazwischen vielleicht die Phasen, während derer wir unser Bewusstsein kurzfristig *ganz* in unser höheres Selbst verlagern. Dort können dann die im Laufe des Tages gesammelten Erfahrungen kopiert, analysiert, kategorisiert und interpretiert werden, damit daraus etwas gelernt werden kann. Wir würden uns in dem Fall nur nicht daran erinnern, da wir sozusagen aus der physischen Perspektive gesehen "unbewusst" wären. Tatsächlich wird nur die Erinnerung an das Kopieren der Informationen nicht wieder zurück übertragen (wäre wohl zu verwirrend?). Das Ergebnis wäre ein anscheinender "Blackout", wo wir nicht wissen, was wir getan haben.
> Und bevor jemand fragt...der Körper kann auch ohne Bewusstsein lebensfähig sein, denke ich. Ich gehe da von Robert Monroes Theorie aus, jeder physische Körper hätte eine Art eigenes Bewusstsein, das, was er das "animalische Sub-Selbst" nannte. Es steuert die primitivsten und instinktivsten Vorgänge, z.B. Herzschlag, Atmung, Temperaturregelung, ... .
>
> (*)Als "Konstrukt" bezeichne ich eine Art in sich abgeschlossene Blase im nichtphysischen Raum, wie eine Art Simulationsgelände. Was sich innerhalb dieser Blase abspielt, nennt man Traum. Es ist real, aber es ist eine Scheinwelt - vom Gedankengang her ähnlich wie die Matrix, für alle, die den Film gesehen haben [daher auch der Name "Konstrukt"].
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> Das sind so mein Senf dazu; das, wovon ich ausgehe und was ich noch nicht durch persönliche Erfahrung widerlegen konnte. Keineswegs ist es aber ein Dogma!
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> -- Neodysseus

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