Spiegelbericht - "Evas Männer"
Sub schrieb am 10. März 2005 um 15:05 Uhr (503x gelesen):
> --Es geht doch hier um Machtmechanismen. Kein Wissenschaftler würde sich in der Öffentlichkeit bejahend dazu äußern. Man braucht nur über die Zeit diese Dinge zu beobachten. Und Spiegel, FAZ und Co. lese ich seit ca. 40 Jahren. Welches wissenschaftliche Institut würde denn noch mit viel Geld unterstützt werden, wenn es nicht seine "Notwendigkeit" nachgewiesen hätte?
Nun, teilweise ist das richtig. Es gibt Institute die ihre Ergebnisse von den Geldern der Spender abhängig machen, zumindest zum Teil. Universtitäten z.B. werden jedoch oft vom Staat finanziert (z.B. Uni Freiburg mit Para Sektion). Diese Einrichtungen arbeiten ohne vorgefasste Meinung und lassen sich nicht von aussen manipulieren.
> Die Kirche mußte sich in den letzten zwei Jahrhunderten den wissenschaftlichen Entdeckungen beugen, ein Beharren auf alten Vorstellungen wie z.B., dass die Erde eine Scheibe und der Mittelpunkt des Weltalls sei, wäre allzu lächerlich gewesen. Dann ist die Wissenschaft mit ihren verschiedenen Disziplinen an die Stelle der Kirche gerückt, mit genau den gleichen Beharrungstendenzen und Allmachtsansprüchen. Natürlich wird heute keiner mehr auf dem Scheiterhaufen verbrannt, aber die "Vernichtungsmethoden" innerhalb der Wissenschaft sind so subtil wie wirksam. Allein schon, wenn ein Wissenschafler gegen den "Mainstream" schwimmt, ist er ziemlich schutzlos den Attacken seiner Kollegen ausgesetzt. Immer wieder beobachtbar.
Egal welcher Richtung ein Wissenschaftler angehört und auf welchem Gebiet er forscht, wenn er eine Theorie aufstellt, die vom "Mainstream" abweicht, wird er ersteinmal angegriffen. Das ist völlig normal. Wenn diese Theorie jedoch in der Praxis haltbar ist, wendet sich das Blatt. Denn der Wahrheit müssen sich auch die alten Gegner beugen.
> --Das meinst Du nicht im Ernst? Was glaubst Du, was die auf den ganzen Symposien, Veranstaltungen, Seminaren usw. machen?
Doch, das meine ich. Es gibt tausende von Wissenschaftlern die unabhängig arbeiten. Sie sind weder von Spenden, noch
Meinungen abhängig. Diese Veranstaltungen dienen dem Austausch von und der Diskussion über Ergebnisse, Forschungen, Wissen. Bei diesen Veranstaltungen werden keine "Richtlinien" festgelegt, an die sich ein jeder halten muss. Weiterhin gibt es Forscher, die diese Veranstaltungen meiden.
> --Doch, der Gemeinschaft der Wissenschaftsgläubigen. Die gibt es zwar offiziell nicht, ist nirgendwo als Verein eingetragen, aber nichtsdestotrotz existent und sehr mächtig.
Das halte ich für absurd. Das Feld der Wissenschaft ist so immens, dass es wohl kaum einen Mensch gibt, der einfach an "die Wissenschaft" glaubt. Diese "offizielle" Wissenschaft (Institute wäre wohl der bessere Ausdruck), hat jedoch einen Vorteil, sie kann belegen.
> --Da muss ich mal die FAZ "verteidigen". Sie ist ziemlich aktuell, was wissenschaftliche Ergebnisse angeht.
Kein Einwand :)
> Wenn sich die Wissenschaftler mit ihren Untersuchungsergebnissen ausschließlich auf die Präsentation derselben beschränken würden, ginge da ja noch in Ordnung. Aber sie meinen, die Welt "aufklären" zu müssen...
Dafür ist die Wissenschaft da, Aufklärung. Sie wollen nicht nur, sie sollen auch.
>...ihre Interpretation als die allein richtige darzustellen. Was durch immens teure Apparaturen und Forschungen "gefunden" wurde, MUSS ja stimmen, folgert das "kleine Menschlein" beeindruckt und stellt das Denken ein.
Was gefunden wurde, ist zumindest schonmal vorhanden. Über die Ursachen ist man nicht immer im klaren, aber dafür wird ja auch weitergeforscht.
> Dass Gehirn und Körper nur Transformatoren der Befehle unserer Seele sind, ja, DAS kann man nicht durch Apparate beweisen. Dazu braucht man Erlebnisse in seinem Leben, die diesen Wissenschaftsglauben nachhaltig erschüttern. Ich war auch mal so ein Wissenschaftsgläubiger...
Das ist Deine Ansicht, dein Glaube! Subjektive Erlebnisse können auch wieder eine Fehlinterpretation des Hirns oder des Verstandes sein.

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