(BETA) Links zu Beiträgen, Artikeln, Ressorts und Webseiten, die zu diesem Beitrag passen könnten (Alle bisher vermerkten Stichwörter und URLs):
Geister:
Geister (ressort)
Geister:
Geisterhafte Gesichter (hp)
Geister:
Spuk (wiki)
Humor:
Humor (rubrik)
Meditation:
Meditation (ressort)
Meditation:
Aufmerksamkeit (wiki)
Tibet:
Tibetische Weisheit
re: Entwicklung durch Erinnerung oder durch das Leben ?
Füchsin * schrieb am
8. März 2006 um 13:40 Uhr (547x gelesen):
Hallo!
Dieses Thema ist wirklich eines, was dich 100%-ig beschäftigt und es ist wirklich schwierig für mich, dir meine Gedanken so zu übersetzen, dass du verstehst, was ich meine.
Ich habe schon mal geschrieben, dass die Bearbeitung von Erinnerungen mit Hilfe von anderen Personen eine Möglichkeit ist, aber nicht die einzige Möglichkeit ist. Es ist nur so, das du dies bislang als einzige Möglichkeit kennengelernt hast. Daher kannst du dir einfach nicht vorstellen, dass es auch anders geht.
Ich habe dir am Beispiel "Kuchen backen" auch klargelegt, dass es nicht von Belang ist, sich daran zu erinnern, dass "der Kuchen" 100x misslungen ist; sondern es ist wichtig, ein einziges Mal zu erkennen, wie "der Kuchen" richtig gemacht wird. Ziel ist es, hier auf der Welt Erfahrungen zu sammeln und daraus zu verstehen, wie die Dinge funktionieren und aufgebaut sind (Erkenntnis), und dieses Wissen letzlich umzusetzen (z.B. um durch Entwicklung eine höhere Art entstehen zu lassen; letzlich in das Absolute, die absolute Wahheit hinter Raum und Zeit, mit allen gewonnenen Erfahrungen, einzugehen). Nicht die Erinnerung, sondern die Erkenntnis hat Priorität. Das ist mit ein Grund, warum die Menschen nicht viele Erinnerungen in die nächste Reinkarnation mitnehmen, sondern die gewonnenen Erkenntnisse, die instinktiv gewusst und im Alltag angewandt werden.
Ist es nun wichtig, sich zu erinnern? Ja und nein. Ja: Um den Kuchen richtig zu backen, ist es günstig, vielleicht mal an einem Beispiel endlich zu erkennen, was schief gelaufen ist, aber dann sollte man sich an die Zukunft und dem Gelingen des neuen Kuchens konzentrieren. Tausende Details von früher (von früheren Lebens-Illusionen! Leben = Illusion, ein Traum, ein Bühnenstück) zu wissen, ist im Grunde unnötig.
Nein: die gewonnenen Erkenntnisse werden in der Seele/dem Geist dauerhaft gespeichert und im nächsten Leben instinktiv angewandt. Ungelöste Probleme erscheinen in neuen Leben nochmals, bis sie gelöst sind und die Erkenntnis daraus gezogen wurde. Fazit: die Menschen machen ihre Evolution so oder so durch, nur ohne Hilfe dauert sie vielleicht länger. Aber was ist, in Hinsicht von "Ewigkeit", dem Absoluten hinter den Dingen, schon Zeit? Sie ist eine Fiktion.
Zitat.>hypnotische Zustände, ....
-----Die Benützung dieses Begriffes von dir für den meditativen, entspannten Zustand (Alpha-Zustand) mit verringerter Rationalität ist für uns absolut missverständlich, weil wir für das, was du meinst, andere Begriffe verwenden. Das führt zu ziemlichen Missverständnissen.
Zitat: > Gründlich und systematisch durchgeführte Reviews machen es überflüssig Karma im "realen" Leben endlos lange auf meist recht chaotische Weise wiederholen zu müssen, weil das "reale" Leben selten eine Basis bietet es als Erfahrungsplattform nutzen zu können, der tägliche Kampf um Wasser und Brot läßt eigentlich keinen Raum dazu.
-----Es ist mühsamer, vom Menschen zu erwarten, dass er erkennt, was er bei 100x Kuchenbacken-Reviews falsch gemacht hat, anstatt ihm zu zeigen und anzuleiten, wie er RICHTIG Kuchen bäckt. Denn dies wäre ebenso eine Methode, um den natürlichen Lernprozess abzukürzen. Sofern ein guter Konditormeister zur Lehre zur Verfügung steht.
Zitat:> Außerdem, für meinen Geschmack nutze ich das "reale" Leben lieber für vergnügliche, lustvolle und kreative Spiele als es dafür zu gebrauchen sich spirituell entwickeln zu wollen. Meist kommt dabei nur noch mehr Schmerz und Verwirrung heraus, nur Wesen mit einem bereits ungewöhnlich hohem Wachbewußtsein können im realen Leben allein Fortschritte verzeichnen ohne sich in der Vergangenheit umsehen zu müssen.
-----*lol* wer vergnügt sich nicht lieber? Aber warum den auch so verbissen? Lernen, wenn man es freiwillig tut, kann auch viel Spass machen, und geschieht ganz von selbst, durch Kommunikation, Beobachtung, Lesen, Hilfsbereitschaft... ohne Schmerz und Qual. Die Menschen leben doch nicht, um gequält zu werden!
Man kann sich durch Verbissenheit und Zwang nicht weiterentwickeln, man sollte es locker angehen - Zeit ist fiktiv! Buddha kasteite sich jahrelang und kam nicht weiter, bis er einem Mann beim Bogenspannen zusah: Spannt man den Boden zu stark, so reißt die Sehne und bricht der Bogen. Spannt man gar nicht, so kann man den Bogen nicht gebrauchen, das Ziel ist unerreichbar in beiden Fällen. Man muss einen für sich harmonischen Mittelweg finden.
Versuche, Spass zu haben aber dennoch im Leben anderen so wenig wie möglich zu schaden. Mehr wird überhaupt nicht verlangt! Baue ab und zu Ruhephasen und Meditation in das Leben ein, das hebt die Frequenzen. Schränkt zwar alles den Spass etwas ein, bleibt aber genug übrig. Erkenntnisse sammeln, kann man auf verschiedenste Art. Man MUSS sich nicht kasteien, um binnen einer Inkarnation vollkommen zu werden! Warum denn die Eile? Jeder zu seiner Zeit.
Du kennst nur diese Methode: Erinnerung => Bewusstseins- und Frequenzerhöhung durch Kontemplation => Erleuchtung.
Es funktioniert aber auch : Bewusstseins- und Frequenzerhöhung durch Kontemplation UND Meditation => Wissens und Erkenntnis (inklusive Erinnerung) => Erleuchtung. - Mit dieser Methode hast du offenbar keine Erfahrung. Und doch funktioniert sie.
Richtig, die Methoden sind sinnvoll kombinierbar.
Zum Schluss möchte ich noch fragen: warum tun sich Menschen das an und steigen auf den Mont Everest? Warum springen sie an einem Bungee-Seil in die Tiefe? Warum rennen sie stundenlang Marathon? .... Es macht Menschen einfach Spass, eigene Erfahrungen zu machen, sich dabei anzustrengen, und Lorbeeren selbst zu ernten. Sie wollen keinen Helikopter, kein Auto und kein Paddelboot. Und das läuft so seit der gesamten Evolution. Ein goldener Käfig wird nicht akzeptiert - so ein inaktives Leben wäre zu leicht. Menschen wollen selbst hinter den Dingen kommen und immer weiter an sich bauen - das ist ein starkes inneres Bedürfnis. Was zu leicht geht, wird nicht geschätzt. Hausübungen, die man selbst macht, bringen auch mehr als solche, wo Papi und Mami daneben sitzen und mitschreiben. Verstehst du, dass Menschen Ziele ganz alleine und selbst erreichen wollen?
Mit lieben Grüßen -
Füchsin

Beitrag ist archiviert
Diskussionsverlauf: