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re: Suppenkellenseilbahn
anton * schrieb am
2. September 2005 um 14:21 Uhr (546x gelesen):
> Ich habe seid ungefähr meinem siebtem Lebensjahr einen Traum,
> den ich in größeren Abständen immer wieder mal Träume.
> Dabei verändert er sich jedes mal leicht,
> aber der Rahmen ist jedes mal gleich.
>
Salü Sunshine
Warum lässt Dich dieser Traum nicht los. Da verbirgt sich was, doch was könnte das sein?
> Ich bin in meinem früheren Kindergarten.
Früher war einst. Im KIGA lernen die Kinder spielerisch die sozialen Regeln und das Leben kennen.
> Es sieht dort aus wie es früher dort aussah.
> Ich laufe rechts den Hügel hoch zu den Gruppenräumen.
Keine Veränderung, rechts das Denken mit den Gruppenräumen. Hoch gehen ist eher beschwerlich, dazu kommt noch „denken“. Kann was zu tun haben mit der Gesellschaft....
> Da drinnen in meiner alten Gruppe (das war die 3te Gruppe)
> hole ich jemanden ab. Ich weiß aber nicht mehr genau wer es war.
> Nichtmal wie die Person aussieht.
Ist ja widersprüchlich. Bewusst ist nur das „abholen", verschwunden ist die Person.... Wenn ich mal verknüpfe mit der „Gruppe, der Gesellschaft“, die sind ja keine bestimmte Person. Möglich ist auch, dass die Person die Du abholen willst sich dauernd verändert... Soll ja vorkommen, dass wir uns ändern.
> Ich gehe durch die Gartentür wieder nach draussen in Richtung Hügel.
War der Garten drinnen oder draussen?
> Dort wo die Terasse ist, ist vor unserer Gruppe eine Art Volière aufgebaut, in der verschiedene Schmetterlinge gezüchtet werden.
Aussichtsplatform, Gesellschaft, Volière: Der erste Ansatz beim Volierenbau war, einfach einen stabilen Holzrahmen zu bauen, und dann ein Gitter (von so einer Gitterdrahtrolle) drum rum zu wickeln und festzutackern.
Also da gibt es eine „Zuchtanstalt“. Darinnen sind Tierchen „eingesperrt“ und diese sollen „gross“ werden.
Schmetterlinge haben vier Flügel (hoffe das ist zoologisch richtig!). Man nennt sie auch „Falter“, ergo kann man sie in Falten legen, oder sie bekommen welche, wenn sie erwachsen werden ...
Ihr Flug ist flatterhaft (nicht pfeilgerade). Langsam entdecke ich das versteckte Ziel...
> Ich laufe den Hügel hinab in Richtung Spielplatz. Rechts von mir ist die alte Kastanie, von der wir immer Blätter genommen haben um uns Indianerschmuck davon zu basteln.
„Spielen“ tun nicht nur Kleine Kinder gerne. Nicht verwirren lassen, dass die alte Kastanie zum Inventar gehört. Sowas muss untersucht werden um fündig zu werden.
Der Baum wird bis zu 30 m hoch. Der Stamm ist meist kurz, kräftig, und nach rechts drehwüchsig. Die Baumkrone der Rosskastanie ist breit und schön gerundet oder eiförmig. Der lateinische Name ist Aesculus hippocastanum, - hippos steht für Pferd (Ross) und kastanon für Kastanie. An seinen auffälligen Blättern ist der Kastanienbaum leicht zu erkennen. Die Blätter sind sehr groß und bestehen aus 5 - 7 "Fingern", das heißt sie sind fingerförmig gefiedert. Die einzelnen Blätter sind länglich verkehrt-eiförmig, und ca. 10 - 20cm lang und vorne zugespitzt. Der Blatt-rand ist doppelt gesägt.
Also der Traum zeigt einen in die Höhe strebenden Baum. Eiförmige Merkmale prägen ihn im Aussehen und in den Details. Aus Eiern entsteht neues Leben.
Die Blätter sind fingerförmig gefiedert. Finger gehören zur Hand. Hand steht auch für „Handeln“, nur das gefiederte will „FLIEGEN“, ganz hoch hinaus.
Was tun die Kleinen ungefiederten Wesen? Indianerschmuck herstellen? Die I. tragen doch auch Federn auf dem Kopf vom grossen Adler...
> Blätter genommen haben um uns Indianerschmuck
Weiss nicht ob ich Dir das auch noch unterjubeln soll. Charaktereigenschaft: Der Blattrand ist doppelt gesägt. Ergo eine Eigenschaft vom Handeln kann doppelt weh tun vom sägen.... Ja, weiss es selbst. Ich bin unmöglich, aber es ist DEIN Wiederholungstraum. Ich bin also vollkommen unschuldig.
> Dann gehe ich in Richtung Rutsche (die gab es da nicht )
Was hoch hinauf will, kommt auch wieder mal runter. Machte es so viel Spass? Denn anderen auch?
> Viele kleinere Kinder sind dort. Aber irgendwie finde ich nicht die Person, die ich suche.
> Dann gehe ich nochmal wieder rein, durchsuche die anderen Gruppenräume und verlasse den Kindergarten.
Diese Episode sehe ich als „der Traum dreht sich im Kreis“. Sucht er einen Ausweg oder neue Variationen?
> Ich laufe eine ganze Weile durch unsere frühere Wohnsiedlung.
> Laufe alle möglichen Ecken ab.
Das „Revier“ wird abgesteckt und markiert. Auch die wilden Tiere machen’s so. Dazu gehört noch eine Duftmarke die ich Dir nicht unterstelle ...
> An dieser Stelle hat sich der Traum oft geändert. Mal habe ich ein Futtermittelgeschäft gesucht, oder eine frühere Freundin, dann gab es Hagelblitze etc.
Logisch, das sich der Begleiter und die Umstände ändern. Hagelblitze? Was hast Du da angestellt?
> Ich irre in der Gegend sehr häufig suchend herum. Bloß weiß ich gar nicht nach was ich dort suche.
Ja, ja. Was suchen und wollen wir hier den eigentlich?
> Dann fahre ich mit einer Straßenbahn (die gab es in unserer Stadt in den 20ern wurde aber in den 50ern bereits abgeschafft)
Da erscheint der Hinweis auf das ÖV. Das ist einerseits unser Körper.
> zu meinen Großeltern, die 100 km entfernt wohnen.
Das ist irritierend. 100 km mit der Stadtbahn auf den Paarweise verlegten Schienen. Bestand da eine grosse Anhänglichkeit zu diesen?
> Ich muß dort um in die Straße von denen zu gelangen durch ein Jägerzauntor (das gibts dort nicht real)
Das Jägerzauntor? Der Eintritt in die wilde Jagd. Wer jagt wen? Wer lauert?
> Der Weg ist sehr schmal vielleicht 1,5m breit. Aber sehr lang ca 2 Kilometer.
Das Leben? Der Lebensweg?
> Um den Weg entlangzukommen muss ich mich in eine große Suppenkelle setzen,
die dort als Seilbahn hängt und die Menschen den Weg entlangbefördert.
Das ist spannend. Suppe wird ja gekocht. Da kommen die verschiedensten Sachen hinein, egal ob sie es wollen oder nicht.... (lach). Und die Seilbahn hängt an einem Drahtseil. Also die Menschen werden heiss „zusammengekocht“, dann mit der Kelle geschöpft und so werden wir transportiert. Wohin denn soll die Reise gehen?
> Ich treffe mich mit ein paar anderen Kindern auf einem Parkplatz.
Da wird was abgestellt, was man momentan nicht mehr braucht..
> Es fängt an dunkel zu werden, die Straßenleuchten gehen an und ich muß zurück.
Wenig Licht! Warum wurde es dunkel? Strassenlampen verbreiten ein künstliches Licht. Das echte Licht fehlt.
> Ich fahre den Weg mit der Suppenkelle zurück und dann wieder mit der Straßenbahn
in die Stadt wo ich aufgewachsen bin.
So wie Du es hier beschreibst, wäre es ein Traum der in die Jugend zurück führte. Aber dieser Traum begleitet Dich seit deiner Kindheit.
Ich denke es ist der Traum vom „Lebensweg“ den Du suchst. Du bist einer dieser Zucht-Schmetterlinge mit der Zahl 4. Und diese Zahl führt zur Menschenvollendung.
> Von dort gehe ich wieder in den Kindergarten suche nochmal und gehe dann wieder durch die Straßen.
Du wirst noch einige Runden drehen. Viel Glück dabei!
Liebe Grüsse
anton

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