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re: Haus voller Schlangen
anton * schrieb am 10. November 2007 um 9:52 Uhr (854x gelesen):

Salü anja

Habe die Stellungnahmen zu deinem Traum verfolgt und denke man kann es so sehen, … nur frage ich mich: „trifft das den Kern der Sache – stehen die Schlangen für (unterdrückte) Sexualität? Spontan sah ich eine weitere Leseart und die Durchsicht förderte weiteres zutage was diesen Traum besonders macht.

1. Zitat: Ich stehe irgendwo, ich weiß nicht wo und da kommt ein fremder, mir unbekannter Mann von hinten an mich heran und fasst mit seinen beiden Händen um meine Taille ….

:::::::::: Wo ist dein Standpunkt im Leben? Was weisst Du darüber? Der Traum vermittelt Immobilität und Ruhe. So präsentiert sich das weibliche (passive) Element des Yin.
Es wird vom (dir unbekannten!) männlichen Element (Yang) von hinten berührt. Das lässt auf eine zaghafte Öffnung bei Dir schliessen. Noch weichst Du Dir selbst aus. Aber die dich umfassenden beiden Hände (Zwei), zeigen mit den Daumen die Richtung an. „Es geht nach oben!“. Übrigens: die Taille ist die/deine Mitte und die Hände umfassen deinen Bauch am Sitz des Fühlens. [diese tiefe Symbolik erfasse ich erst heute morgen]

2. Zitat: "Du hast eine gute Figur, du bist schlank, dich muss ich mitnehmen, du gehörst zu mir." Dann nimmt er mich und trägt mich auf Händen (so wie ein Bräutigam seine Braut über die Schwelle trägt).

:::::::::: So eine direkte und qualifizierende Aussage macht mich misstrauisch, weil: „es darf sie so nicht geben“. Somit ist dieser „Schmeichler“ dein EGO-Ich. Das beruhigt mich, weil wäre es dein Animus, wären die Folgerungen schwer abzuschätzen. Wir kommen zur Feststellung: „Du siehst dich so, attraktiv für die Männer und das männliche macht dich „schweben“.


3. Zitat: Er trägt mich ein paar Schritte und dann ist da auf einmal ein mir unbekanntes grosses altes Haus. Er läuft weiter, ich befinde mich nach wie vor in seinen Armen und plötzlich stehen wir in diesem Haus.
:::::::::: alt ist das Vergangene aber auch das was man kennt. Das Haus steht für das (Aussen)-Leben und die vielen Möglichkeiten (gross). Wer sich tragen lässt, entwickelt keine Initiative …. Er verhält sich passiv …. Lässt Du das Leben an Dir vorbeiziehen?

4. Zitat: Es ist von innen alt (so wie ein Haus was seit Jahren leer steht, abblätternde Farbe, teilweise keine Türen in den Zargen, keine Möbel) und es ist voller Schlangen.

:::::::::: Die Gegenüberstellung zwischen dem Aussen- und dem Innenleben. Dem Aussenleben sind wir manchmal schicksalhaft ergeben. Unser Innenleben können wir frei ausformen. Auch hier doppelt der Traum nach. Die verschwundenen Möbel (verblassten Erinnerungen), die fehlenden Türen (Verlust von Intimität), die grosse Leer zeigen deine Realität. Diese Räume brauchen dringend eine Renovation …. Streiche sie indem du mit Farben experimentierst, ersetze die Türen, möbiliere, schaffe neues. Was können die Schlangen bedeuten? Es sind Kriechtiere, sie sind am Boden …., einige sind vlt. giftig … ich halte sie für deine unbewussten Gedanken, die noch nicht überwundene Frustration deines Lebens.

5. Zitat: Er läuft mit mir auf den Armen von Raum zu Raum und in jedem Raum sind zig Schlangen, grosse, kleine die meisten sind Fleischfarben und braun, dann sind da noch welche gelb rot schwarz, schwarz rot also alles mögliche und viele, unzählbar viele.

:::::::::: Die Räume werden dir von deinem Ego-Ich präsentiert und sie stehen für die verschiedensten Aktivitäten die du dir wünschen kannst. Es sind aber per se Gedanken materieller Art. Die Schlangenfarbe zeigen:
- Fleischfarben? Da du keine Menschenfresserin bist, äussert sich hier der Kontakt(wunsch) zu etwas Lebendem und nach Wärme.
- Braun? Das Erdhafte, die Natur, die Erde, kurz das Weibliche.
- Die Farbenpalette der Schlangen sehe ich als: „Signal- Grenz- und auch Warnfarben“. Wovor soll gewarnt werden? Ist es das „gebrannte Kind“ welches sich fürchtet und innerlich sagt: „nie wieder soll das geschehen?“
- auffallen tut das fehlende Grün: es ist Dionysos dem Gott des Weines, der Vegetation und Fruchtbarkeit geweiht und symbolisiert ungehemmtes, triebhaftes Wachstum und Lebenskraft der Natur. Das Fehlen von Grün kann auf die Unterdrückung dieser Komponenten hinweisen. Möglich, das die Schlangen hier auf sexuelle Aspekte deuten, dafür spricht wieder das Ego-Ich.

6. Zitat: Ich merke im Traum das ich wahnsinnige Angst habe, ich klammere mich an ihm fest und er sagt zu mir: "Du brauchst keine Angst haben, sie tun Dir nichts. Die sind ganz harmlos."
:::::::::: auch hier – wie bei Zit.2: das „harmlose und … brauchst keine Angst haben …. “ sticht mir in die Augen. Das sind „qualifizierende“ Traumwörter. Ergo, das sind Ausdrücke des „Weltverstand“, also des Ego.

7. Zitat: Dann will er mich auf die Erde setzen inmitten dieser Schlangen und da bin ich wach geworden.
::::::::::
Retrospektive: Wo bleibt in diesem Traum das Gefühl? Es fehlt gänzlich glaubte ich anfänglich. Dann fand ich es doch ganz versteckt, „es ist deine Angst“ …., denn sie ist ein Gefühl. Doch sonst konnte ich seine Stimme nirgends hören. Anja, wir haben alle ein Gefühl und es ist unzerstörbar, aber bei dir hat es sich (scheinbar) zurückgezogen. Das war vielleicht nötig, um dich zu schützen vor der Misere des Lebens. Dafür hat sich das Ego-Ich mit seinen Einflüsterungen breitgemacht. Darum so scheint es mir, unternimm etwas, damit sich dein Gefühl und damit Du dich wieder freuen kannst.

Ich wünsche es Dir.
Ciao und liebe Grüsse
anton



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