> Hallo Floater,
> > ++ Ab einem gewissen Grad geht es wohl nur noch um Hingabe (an unseren tiefsten Grund)- das merk ich immer mehr. Ein Teil von mir versucht noch krampfhaft die Kontolle zu behalten, ist fast ein wenig verschreckt von meinem letzten Samadhi. Es war so groß, so absolut grenzenlos !!! Verstehst Du, was ich meine? (Wer, wenn nicht Du ...)
> *** Ja ich verstehe das. Warum schreibst du: wer, wenn nicht du? Ich bin doch kein Übermensch hi, ich bin ja zugegebenermaßen mittlerweile mit Kali und Shiva und Tara verschmolzen, aber mir fehlt noch der goldene Thron
> ++ joho und ein paar Schüler, denen höchstes Wachstum beschehrt ist, wenn sie Dir dort die Füße waschen. (Smile!)
##### Wär nicht schlecht ;-), müsste ich glatt mal einführen.
> Vielleicht "Über-Mensch" im Wortsinn? ;-)) Steht man nicht gelegentlich durchaus ein wenig über den Dingen? Ich meine, viele "spirituelle" Menschen lechzen nach großen Erfahrungen, ohne sich klar zu machen, was es für den einzelnen heißen kann, diese zu integrieren.
### ja stimmt
> ***Ich habe immer wieder die Erfahrung gemacht, dass ich zerfließen muss um rein zu kommen, es fühlt sich real so an als ob ich wie eine zähflüssige Masse auseinanderfließe. So als ob keine Knochen mehr in meinem Körper wären, alles ist weich und nachgiebig und mein Ego fließt mit und verflüchtigt sich und dann bin ich augenblicklich drinnen, so erlebe ich Hingabe. Aber noch viel viel schöner als ein "normaler" Kopfsamadhi ist ein Anahatasamadhi, keine Formauflösung, sondern eine Liebesauflösung, alles strahlt in goldenem Licht.
> ++ Ich glaube, wir kommen aus unterschiedlichen Richtungen und haben entsprechend verschiedene Wege beschritten. Die Auflösungserscheinungen sind mir im Grunde ansatzweise schon als Kind vertraut gewesen. In der Jugend kamen dann spontan die Klarträume und später die "Klare Licht Träume", in denen sich alles auflöste - erlebe ich mitunter ähnlich wie Du, über das Traum- und Schlafyoga von einer großen Klarheit begleitet. Das sind so Wege wie das tibetische Dzogchen, Zen oder der Advaita-Weg ein Ramana Maharshi, die mehr über Gewahrsein, Achtsamkeit und Nicht-Identifikation arbeiten.
> Das Yoga von Pantanjali, der Tantrismus oder auch der Taoismus arbeiten energetischer mit dem Aufsteigen der Kundalini - da muß man irgendwie mehr "machen" - ist ´ne reine Typenfrage. Die Wege scheinen sich bei einigen Überschneidungen am Ende zu treffen. Meine Lehrer hat auch immer betont, dass wir das Anahata zu unserem Zentrum machen sollten - auch zur Bewahrung unserer geistigen Gesundheit. Das Anahata ist in gewisser Weise wirklich das "schönste" Chakra - eben nicht so transzendent und alles auflösend wie die Kopfchakren.
#### Ja mein Weg geht über die Form - Tantra, deiner offensichtlich gleich über die Auflösung der Form. Ich denke auch, dass sich beides irgendwann treffen sollte :-), ich bin für den advaitischen Weg viel zu aktiv, mir fehlt die Form häufig, ich sehne mich oft zurück danach, wo ich meine Götter noch sehen und fühlen und abknutschen konnte.
Hört sich wahrscheinlich für jeden normalen Yogi bescheuert an :-). Manchmal hol ich sie aus mir heraus um sie zu sehen, aber es ist nicht mehr das Gleiche wie früher, in mir sind sie lebendig, sind ICH, ausserhalb sind sie Statuen. Früher waren sie ausserhalb von mir lebendig.
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> *** Den Begriff "Einheitsschule" kenne ich nicht. Was ist das, man kann doch keinen Samadhi LERNEN?
> ++ Das war ein Begriff, den mein Lehrer verwendete. Er arbeitete mit 12 Ebenen: Die ersten 4 (physis, astral, kausal und mental/äther) als Ebenen der Dualität und weitere (transpersonale) Ebenen innerhalb der Einheit. Das Erreichen der 5. (bzw. 6.) Ebene nannte er Selbstverwirklichung (1. Erleuchtung) - das der 9. Ebene Gottverwirklichung (2. Erkleuchtung). Worte!
### Ja das sind Worte und Kategorisierungen. Vielen helfen anscheinend solche Einteilungen im Verständnis. Ich stelle auch fest, dass es verschiedene Ebenen gibt, aber ich hab noch an keiner Ebene eine Nummer dran hängen sehen ;-). Das sind alles Einteilungen, die von Menschen für Menschen gemacht worden sind.
Selbstverwirklichung sah er als absolutes Geburtsrecht eines jeden an, das man bei entsprechendem Einsatz durchaus verwirklichen konnte. Die Gottverwirklichung empfand er als reine Gnade, bei der verschiedene Faktoren (auch karmischer Art)zusammen kommen mußten. Nichts, was man sich als Ziel erwählen kann. Das sehe ich genauso!
### Ja das sehe ich auch so.
> Ich habe mich allerdings mit seinen Kategorien nie so wohl gefühlt, bin einfach im Tibetischen zuhause - auch in der Sprache und Weltbild (wohl aufgrund bisheriger Inkarnationen - was weiß ich)."Einheitslehre" sollte einfach eine Abgrenzung zu einer Spiritualität sein, die mehr mit einem "Ich" und dessen Machterweiterung arbeitet.
### Ja versteh ich jetzt.
> >, in der ich studierte, ging´s halt mehr um "Erleuchtung", die Ebenen der Einheit. Manche meiner Gefährten waren sehr vertraut mit dem Astralen, andere haben es mehr oder weniger übersprungen/schnell durchstreift und hatten trotzdem ihre Selbstverwirklichung.
> *** Ich glaube der Begriff "Erleuchtung" wird häufig mit völlig verschiedenen Definitionen gebraucht. Was verstehst du unter Erleuchtung? Wenn ich da drinnen bin, dann leuchte ich wirklich, die Liebe und das goldene Licht fließen wie verrückt aus mir raus, das verstehe ich unter Erleuchtung, ein Nebeneffekt dabei ist, dass du dann auch irgendwie dick am Wissenspool dranhängst.
> ++ (Siehe oben) "Erwachen" ist mir eigendlich lieber - ein Zustand in dem ich völlig in mir bin, die Illusion des Ich zurückgelasse - absolute Klarheit und ein stilles nicht ausgedrücktes Wissen. Ich habe eher wenig Lichtphänomene dabei - alles ist klar und durchscheinend im Geschmack des Einen. Eine kundige Freundin meinte, ich wäre in einem sich entfaltenden Prozess. Schaun wir mal ..
### Ich glaube der Prozess nimmt nie ein Ende, Stillstand bedeutet Rückschritt, es geht einfach immer weiter. Das was du da beschreibst, würde ich für mich als Shivazustand definieren.
> > Mein damaliger Meister warnte immer wieder, sich deswegen einen Stress zu machen. Ab und an wurden wir jedoch im Schlaf aus dem Körper gehoben und zu "Schulen" auf anderen Ebenen geführt oder mein Lehrer hat einzelne im Traum besucht, wenn es etwas wichtiges zu bearbeiten gab. An die astralen Reisen konnte ich mich oft nur fragmenthaft erinnern, an die Traumbesuche perfekt - darüber konnten wir dann im Wachen auch sprechen.
> *** Das hört sich interessant an, wo hast du diesen Meister gehabt? In Europa, woanders?
> ++ Nein, in Bayern ;-) Er ist allerdings 30 Jahre in aller Welt "unterwegs" gewesen. Ich mag seinen Namen hier nicht nennen. Er lebt nun eher zurückgezogen, wird immer durchscheinender.
### :-) meiner ist auch ganz durchgeistigt-durchscheinend, bin mal gespannt was er dazu sagt, wenn er das hier liest :-)))). Vor kurzem hat mal jemand gesagt, dass er so gräflich wirkt hihi, stimmt aber.
> > Manchmal weiß ich auch nicht recht. Aus meinen "höchsten" Erfahrungen habe ich mir die Einsicht mitgebracht, dass es im Grunde nichts zu tun gibt, weil im Grunde alles so richtig ist, wie eben ist.
> *** Da ist mir anderes vermittelt worden: "Ärmel hochkrempeln und ran ans Werk" :-)))). Ich habe mich mit Händen und Füssen dagegen gewehrt (Lehrtätigkeit war mir schon immer ein absoluter Greuel), aber da gab es kein Entkommen ;-) und diese spezielle "Lehrtätigkeit" macht mir wahnsinnigen Spaß, wer hätte das gedacht.....
> ++ Das liegt viellciht an der Unterschiedlichkeit der Wege. In der Advaita liegt das Geheimnis in der Nicht-Identifikation und der permanenten Achtsamkeit mit dem, was ist. Das ist natürlich zu leisten (Ärmel hoch), aber weniger gibt es spezielle Ausgleichs- oder Transformationsübungen.
### Na ja, Übungen hab ich eher weniger gemacht, dazu bin ich gar nicht mehr gross gekommen, die haben mich da oben schwer in Aktion gehalten. Ich hab halt astral gelernt und nun lerne ich mehr hier.
> Bei meinem Lehrer gingen wir einen Mittelweg. Das Anahata wurde dort als das zentrale Lichtrad gesehen, welches die anderen (komplementär) ausgleicht und eine Balance schafft.
### Ja ist richtig, das tut es auch.
Ich meinte mit dem "Nichtstun" eher ein "Nichttun". In den Achtsamkeitslehren wird ja oft beschrieben, dass das "Ich will" dem "Ich bin" am meisten im Wege steht. Und genau das war auch meine Erfahrung!
### Mir ist klargemacht worden, dass ich nur ein unbedeutendes Würstchen bin, ein Kanal, ein Werkzeug oder sowas ähnliches, aber immerhin mit grosser Klappe (ob das auch noch unter Selbstverwirklichung fällt :-), da müsste ich glatt mal nachfragen). Mit "ich will" läuft nix.
> ***Auch in mir - ein Teil ist immer erleuchtet, die ganze Zeit. Ich brauche mich nur hinein entspannen, es ist so vertraut. Ein anderer Teil will immer machen, tun, wachsen, inspirieren - und es ist wirklich sehr wechselnd, mit welchem Teil ich mich gerade mehr identifiziere.
> *** Interessant, wenn ich leuchte, dann bemühe ich mich darum so viel wie möglich davon abzugeben an andere, ich werde dann also erst recht aktiv, in dem Zustand krieg ich einfach ganz andere „Kaliber“ hin als normal. Aber dann ist der Zustand auch voll und ganz da. Ich kann mir kaum vorstellen, dass man wirklich irgendwann dahin kommt, immer voll in diesem Zustand zu sein, das wäre das absolut Ultimative, Unübertreffliche.
> ++ Das war wohl etwas unglücklich formuliert. Ich bin nicht permanent erwacht - dass da ja keine falschen Bilder entstehen.
### Na das hab ich schon richtig verstanden. Ich frag mich schon seit einiger Zeit, ob das bei mir auch immerzu irgendwo in mir drinnen ist und ich es aber gar nicht mehr so genau merke, weil es mittlerweile so normal zu mir dazugehört. Kann aber auch sein, dass ich mir das nur einbilde, wer weiß.... :-). Die Sachen laufen jetzt halt nicht mehr so wild ab wie am Anfang, wahrscheinlich erwarte ich aber jedesmal wilde neue Sachen, damit ich das dann auch WIRKLICH genau mitbekomme. Mir fallen halt viel mehr feine Dinge auf, die nicht so auf den ersten Blick erkennbar sind.
> PS: Ich freue mich sehr auf Dein Buch - wird schon! ;-)
> Kennst Du eigentlich OFK? Ist ein Pseudonym für eine Art mänliches Pendat zu Dir, der in Wien lebt und lehrt. Hat das Buch "Erleuchtung" geschrieben - für mich die betse zeitgenössische Schrift zu einer authentischen Kundalinierweckung. Könnte Dir vielleicht Spaß machen ..
### Kenn ich nicht, kuck ich mir aber mal an, danke.
Einen schönen Abend noch
Kali
> Erleuchtung
> The Real is Illusion - the Illusion is Real
> oder: Ausbruch aus der Matrix
> von OWK
> ca. 270 Seiten, € 23,-
> (gibt´s da: )http://www.magick-pur.de/html/angebot.html
> & hat auch ´ne Homepage:
>
http://www.owknet.de/