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Re: Erklärung
Geri schrieb am 28. Juni 2003 um 22:11 Uhr (652x gelesen):

Hallo,

ich bewundere deine "nüchterne" betrachtung nicht, denn sie ist es nicht. Besser wäre es, wenn du schreibst, weswegen du Suizid begehen möchtest, wenns sein muss, in ne Textdatei, die du einfach reinkopierst, von ner Diskette.

Du Schreibst, du bejahst das Leben, aber du bist darüber verzweifelt, und wenn man über etwas verzweifelt ist, dann betrachtet man, und das garantier ich dir, NICHTS mehr nüchtern, weil dann geht das nicht mehr, schon gar nicht mehr, wenn man über Selbstmord nachdenkt.
Deine Einsamkeit ist es, schreibst du, dass dich verzweifeln lässt. Die lässt sich aber ändern, auch wenn es die Einsamkeit mit sich selbst ist, dass heisst, wenn du dich vor dir selbst vereinsamt hast.

Mir geht´s genauso, ich habe einen besonders lieben Menschen mit törichter Selbstsucht todunglücklich gemacht, und das verzeihe ich mir selbst nie mehr. Deswegen war der letzte Winter einer der schrecklichsten Winter, die ich jemals erlebt habe. Ich dachte, ich erhole mich....von wegen, es wurde nur ein wenig besser, aber ich Tor habe diesen Menschen ein weiteres Mal enttäuscht, und wieder weger einer Lappalie, wegen eines kleinen Quäntchens Mist habe ich einem Menschen das Selbstbewusstsein genommen. Wie konnte ich???? Warum konnte ich?? Diese 2 Fragen quälen mich bis heute. Seitdem habe ich Depressionen ohne Ende, OHNE Ende.....jeden Tag, jede Nacht, Konsequenz ist Alkoholismus bei mir geworden, und da redest du noch von nüchtern.
Ich werde mir selbst nie mehr verzeihen können, aber was soll ich tun? Ich kanns nicht mehr gut machen, ich hab mir nur noch gedacht, verlasse diesen Menschen! Das hab ich mir irgendwann eingehämmert. Vielleicht wird die Situation besser, aber ich konnte es so nicht, ich konnte es einfach nicht. Konsequenz: Suizidgedanken.

Meine Depressionen haben einen Umfang angenommen, der schier unvorstellbar ist, meine Lebenslust ist geschwunden, da ist nichts mehr so wie es war. Nichts mehr.
Und doch muss ich weitermachen......

Also erzähl mir nichts von Nüchternheit gegenüber dem Selbstmord, die gibt es nicht!!!!
Die versteckst dich hinter dieser "Nüchternheit", das hab ich auch mal getan.
Mann, gestehs dir ein dass du ein Problem hast, dass es zu beseitigen gilt, ich hab auch eins, im moment scheint es unlösbar, die Vorwürfe werden auch immer da sein, aber ich werde es zumindest irgendwann ein bisschen darüber hinweg schaffen, und das ist mein Ziel, dann wirds mir bestimmt besser gehen. Nicht heute, nicht in einem Monat, nicht in einem Jahr, aber irgendwann.

Einen Schritt, einen wichtigen sogar, habe ich bereits getan. Ich hab mir alle Fehler eingestanden und hab mich von der "nüchteren" Betrachtung, die totaler Quatsch ist, distanziert.

Also ich sags nochmal, denk drüber nach, was wirklich los ist und betrachte das mal nicht so nüchtern, wie du selber sagst, weil damit machst du es meiner Erfahrung nach nur schlimmer.

In diesem Sinne,
Geri

> Ich möchte zunächst all jenen von ganzem Herzen danken, die sich die Zeit, die Energie und die Mühe gemacht haben, mir diese weisen und aus einer ohne jeden Zweifel zutiefst liebevollen Haltung zum Leben entstandenen Antworten auf mein kurzes, aber sehr ernsthaftes Posting zu geben.

> Ich möchte besonders jenen, die mir hier freimütig etwas über ihr eigenes Leid mitgeteilt haben mein Mitgefühl und meine Achtung ausdrücken.

> Mir ist sehr bewusst, dass hier sehr viele Menschen sehr viel weiter entwickelt sind, als ich es bin.

> Ich habe das Posting ganz bewust so kurz und knapp gehalten, weil diese Frage einfach und unzweifelhaft (stellbar) ist.

> Ich habe jedoch einen Fehler gemacht:

> Ich habe leider nicht noch einmal explizit dabei geschrieben, dass ich momentan nicht akut selbstmordgefährdet bin.

> Denn auch wenn das aus meinem Posting nicht zu erkennen ist, liegt es nahe, auf diesen Gedanken zu kommen.

> Ich möchte mich ausdrücklich für dieses Versäumnis entschuldigen.

> Ich bin nicht akut suizidgefährdet.

> Ich leide jedoch unter zunehmend schärfer werdenden Krisen, und erwäge auch ganz nüchtern, aufgrund meiner Lebensperspektive, einen geplanten Suizid in der Zukunft.

> Ich halte mich für völlig zurechnungfähig (und jeden Versuch, mich aufgrund meiner eigenen Konfrontation mit dem Tod, desswegen zu pathologisieren oder zu stigmatisieren, lehne ich ab) und ich lasse mir von absolut niemandem die Verantwortung für meine Entscheidungen, mein Leben und mein Sterben abnehmen.

> Mir ist schon oft der beachtliche Gehalt, die Liebe, die Weisheit in vielen Beiträgen in diesem Forum aufgefallen, und ich hegte die Hoffnjung, dass ich hier Informationen zum Sterbevorgang bekommen könnte, die für mich von Nutzen sind.

> Ein Teilaspekt war auch ein Hilferuf, da ich stark unter meiner Einsamkeit in meiner Situation leide.

> Es tut mir leid, wenn ich irgendjemanden verletzt haben sollte mit meinem Posting.

> Ich möchte euch allerdings auch darum bitten, zwischen meiner persönlichen Auseinandersetzung mit dem Tod einerseits, und mit dem Thema, dem Tabu, dem Trauma Tod im Allgemeinen, und in eurer Auseinandersetzung damit andererseits, zu unterscheiden.

> Ich beziehe mich mit folgendem auf die herzlose, angsterfüllte und traumatisierende Reaktion, auf die ja schon Kritik erfolgte:

> Niemand kann den Tod abschaffen, oder ihn weniger mächtig machen, seinen Wert, seine Bedeutung verändern, und niemand kann um seine eigene, individuelle Befassung mit dem Thema herumkommen, indem er den eigenen Schmerz und die eigene Angst in Hass umwandelt, und jemandem, der in einer verzweifelten Situation steckt und um Hilfe ruft, bewusst zu traumatisieren versucht, indem er all seine Ängste und Schmerzen auf sein Opfer wirft.

> Ich habe es in diversen Foren mehr als einmal beobachtet, wie wenig Liebe, wieviel Hass und Schuld auf jene projiziert wird, die gestorben sind, und zwar nicht nur bei denen (aber bei denen besonders!), die Selbstmord begangen haben.

> Ich traumatisiere niemanden mit meinem Suizid, keinen Polizisten, keinen Feuerwehrmann, keinen Zugführer.

> Ich werde bis dahin aus freien Stücken eine grosse emotionale/seelische Distanz zu jenen Menschen aufbauen, von denen ich das Gefühl habe, sie würden durch mein Sterben eventuell traumatisiert.

> Ich kann es nicht ändern, dass ich sterben werde, aber ich lasse mir von niemandem das Recht nehmen, über mein Leben zu bestimmen, und damit auch über Art und Zeitpunkt meines Todes - soweit ich halt mal tatsächlich Selbstmord begehen sollte.

> Ich habe eine Hoffnung, dass ich mit der Beschäftigung mit dem Tod eine neue Beziehung zum Leben gewinnen könnte.

> Ich habe das bei anderen Menschen vermutet, aber auch deren Scheitern.

> Ich denke jedoch, dass wir keinen Gewinn haben, sondern nur noch mehr Leid verursachen, wenn wir uns dem Tod nicht als eine unvermeidliche Tatsache nähern.

> Ich glaube kein Wort von den Bestrafungs- und Horror-Szenarien, die manche Menschen errichten, um mit dem Tod umzugehen, in der Absicht, das Zusammenleben zu regeln, in der Absicht, Macht über die LEBENDEN auszuüben, um Schmerzen zuzufügen.

> So, wie sie es seit jahrrtausenden tun, auch in neuzeitlichen Gewändern.

> Ich werde derartige Horror-Visionen, sollten sie auftreten, auslachen, denn das Lachen bannt und befreit von Schmerzen, von unerwünschten Kräften, es hat eine besondere Kraft.

> Nicht auslachen werde ich die Menschen, die sie errichten, zu initiieren suchen.

> Ich habe Mitgefühl mit allen Menschen, solange sie mir nicht gerade ihre Unbarmherzigkeiten mitten ins Gesicht dreschen.

> Gemeinschaft mit Menschen ist es, was Leben rettet, mit Menschen, die aus einer wirklich liebevollen Haltung heraus handeln.

> Ich versuche, das zu realisieren.

> Ich bejahe das Leben, ich bin verzweifelt über das Leben.

> Ich bin nicht akut suizidgefährdet.

> Ich wollte niemanden verletzen mit meinem Beitrag.

> Ich bitte um Vergebung, wenn dies geschehen ist.

> Ich bin mehr als ein Mensch, der sich mit dem Tod auseinandersetzt.

> Bitte gebt dem Tod nicht mehr Macht, als er ohnehin schon hat.

> Es geht mir primär um Informationen über den Sterbevorgang und den Tod, da ich den Eindruck gewonnen habe, dass der Tod eine der wenigen Sachen ist, die allen Mensch gemeinsam ist.

> Ich sehe darin auch eine Brücke, eine Chance.

> Leider wird er stattdessen tabuisiert.

> Es geht mir um die Liebe.

> Ding-Dong



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