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Liebe
myrrhe schrieb am 11. Februar 2005 um 7:44 Uhr (634x gelesen):

Lieber Narahari,

ich glaube, die "Differenzen" zwischen uns haben einfach eine Ursache: wir haben verschiedene Glaubenskonzepte. Und im Gegensatz von dir glaube - nein, weiß ich -, daß wir hier auf Erden nicht die Große Wahrheit erkennen können. Weil wir zu begrenzt sind. Daß es nur ganz ganz wenig Mystiker gibt, die sich soweit versetzen können in die Unendlichkeit, daß sie eine Ahnung von der Einheit in der Vielheit erfassen können - weit über jede meditative Nirvana-Erfahrung hinaus -, und daß sie dies dann gar nicht in Worte umsetzen können.

Und im Gegensatz zu dir sage ich auch nicht "du bist noch nicht so weit, zu erkennen", sondern ich sage: du glaubst an deinen Wahrheitsaspekt - und mehr ist es nicht -, und ich glaube an meinen. Sie sind so verschieden nicht, nur denkst du es, und daher trennt es dich von mir, und daher hast du die Resonanz und meinst, ich sei "stur" und versuchst mich zu "überzeugen". Ich könnte dies umkehren und genauso denken über dich, was ich aber nicht tue: ich will dich nicht von etwas überzeugen. Warum auch? dein Weg ist deiner, meiner ist meiner. Wir begegnen uns hier und vielleicht einst in der Unendlichkeit, wer weiß?

Für mich ist immer alles EINS. Nur hier in der Polarität sehe ich die Unterscheidungen und Trennungen, die Wertungen udn Einteilungen. Und das ist für mich nicht "auf ewig" so, denn die Polarität geht auf in der Einheit, und es ist ein Bewußtseinszustand - nämlich dynamisches Bewußtsein -, der geworden ist, und der vergehen wird ("ist" und "wird" in unserer Betrachtungsweise).


>
> > Sicher gibt es viele Menschen, die nicht so sind. Ich vermute aber mal, es sind eher die Stillen, die, die nicht viel Wind um ihre Lebens- und Daseinsweise machen ... so wie es ja in vielen Bereichen ist.
>
> Nur hast von diesen Menschen nicht gesprochen, sondern nur von denen, die kein kongruentes Verhalten zeigen, als wenn
> es die Einzigen waeren. Ich wollte nur etwas Ausgewogenheit herstellen.
---
ja, danke, du hast recht - das hatte ich nicht getan, und es wäre richtig gewesen, dies zu tun.
>

> Wir sollten uns immer Bemuehen nicht die Ebenen zu schnell
> miteinander zu vermischen, bevor eine Realisation von der
> einen oder der anderen haben. Es gibt diese materielle Welt
> mit ihrer Polaritaet, dies ist eine Tatsache. In der spirituellen Welt gibt es keine Polaritaet, wohl aber Pluralitaet und auch Kategorien.
---
Was aber sind Kategorien? Einteilungen. Das sehe ich eben nicht so. Ich meine, es geht durchaus um Bewußtseinsunterschiede - aber nicht um Einteilungen.

> In dieser materiellen Welt brauchen wir Einteilungen und Normen fuer einen rechten Umgang mit der Welt. Gott selbst stellt die Normen auf oder seine seine beauftragten Heiligen auf (Mohamed, Jesus, Buddha, Srila Prabhupada), um uns zu erinnern was Ethik und Religion ist.
---
Ja, es inkarnieren immer wieder hohe Geistige Wesen, um uns die religio nahezubringen. Das sehe ich auch so. Und natürlich brauchen wir hier Normen und Einteilungen. Daher spreche ich von der "irdischen" und der "spirituellen" Sichtweise, vom Ego und vom Sich-Herausstellen aus dem Ego. Davon, daß wir hier mit diesen Normen leben und sie auch anwenden, daß wir menschliche Gefühle haben dürfen, daß wir Verbrecher bestrafen etc. einerseits - und daß wir, aus spiritueller Sicht, aber auch den Weg jedes einzelnen erkennen, nicht wertend, der ins Licht führen wird, auch wenn dieser Weg über (nach unserer Sicht) Umwege führt.
Lernen wir, beide Sichtweisen zu leben (wenigstens ansatzweise), werden wir die Liebe immer mehr in uns ent-wickeln können.


> Unser Vergessen und unsere Unwissenheit und Kaelte des Herzens ist oft zu gross, so dass wir kein natuerliches Unterscheidungsvermoegen mehr haben und Gesetze brauchen,
> die uns mahnen und auch Angst geben.
---
Gesetze vielleicht nicht - sie mahnen nur äußerlich, nicht innerlich. Angst ist ebenfalls kein guter Wegweiser. Was wir brauchen, sind innere eigene "Aufrüttler". Das mögen große Erlebnisse sein, tiefe Schmerzen, Nahtoderlebnisse - alles, was das Herz in der Tiefe berührt. Für jeden ist dies wohl auch unterschiedlich.
>

>
> Es ist unsere Aufgabe erstmal die Unterschiede zu sehen und
> dann die Gemeinsamkeiten hinter den Unterschieden oder vice versa. Wir sind alle aus der Liebe Gottes gemacht.
> Die Liebe Gottes ist Einheit in Verschiedenheit. Gottes
> Liebe drueckt sich in Pluralitaet und Individualitaet aus.
> Jede einzelne Seele ist Einzigartig in ihrer Beziehung zum Hoechsten, genauso wie es keinen Fingerabdruck zweimal gibt. Diese Pluralitaet gruendet auf Einheit in Liebe.
> Nur Einheit ist keine Liebe und kein Austausch, es ist
> Nirvana oder Leere. Dies ist ein voelliges Misskonzept!
---
Nein. Sicher nicht, so sehe ich das nicht. Vollkommene Liebe ist in der Einheit. All-Liebe. Die grenzenlose Liebe zu allem, was ist - wirklich allem. Wir gehen ja gerade durch das Rad der Inkarnationen, durch die Dynamik des Lebens, um in dem Austausch die Liebe - oder wieder: den polaren Aspekt der vollständigen Liebe - zu lernen. Wir gehen diesen Weg, um zu wachsen. Und das Ziel ist Liebe. Die verschiedenen Formen, die wir hier der Liebe geben, sind bloß Formen - sie zerfallen, denn die Liebe selbst ist Einheit.
So wie Einheit des Seelenbewußtseins.

>
> Du siehst es nicht so, weil Du es noch nicht sehen kannst.
> Die materielle Welt ist eine Reflektion der sprirituellen
> Welt. Wie oben so unten findet hier erst seine Vollendung.
---
Ein Konzept, Narahari, das du hast - genauso wie ich eines habe. Da kann es nicht um "du bist noch nicht so weit" gehen. All das, was wir hier leben - alle religios, alle Richtungen - sind Konzepte, Aspekte der Großen Wahrheit, alle richtig, alle falsch, alle aus Gott. Nichts gibt es, das nicht göttlich wäre. Nichts gibt es, das nicht richtig wäre. Es stellt sich nicht die Frage nach "richtig" oder "falsch" im spirituellen Sinn, sondern nur nach Ent-wicklung.

>
> Jeder hat seine eigene Wahrheit und da gibt es kein besser oder schlechter nur ein Sein. Doch gibt es ueber der relativen, persoenlichen Wahrheit, die absolute, goettliche
> Wahrheit. Dies ist die Wahrheit die ich meine. Jeder kann
> Zugang zu dieser Wahrheit haben, durch Schriften, Heilige,
> Meditation Pilgerwanderungen etc.
---
Die absolute göttliche Wahrheit ist so groß und vollständig, daß der größte Mystiker auf Erden sie nicht erkennen kann. Nur ist es ihm bewußt, und das macht seine Größe aus.

> Jede individuelle Wahrheit moechte mit dieser grossen Wahrheit EINS werden und sich ihr ergeben und ihr dienen.
> Erst dann tritt Ananda (Ekstase) ein.
---
Sie ist schon eins. Nur scheinbar getrennt - holographisch. Das Große im Kleinen, das Kleine im Großen. Wir selbst sind es, die trennen ...


Viele Grüße in die Ferne, Licht auf deinen Wegen - und einen baldig wieder funktionierenden Computer. Meiner rennt seit langem problemfrei ... Zufall? *lach*

alles Liebe!
myrrhe

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