re[3]: Ein Traum der mich seid Jahren beschäftigt.......
anton * schrieb am
10. August 2005 um 12:44 Uhr (509x gelesen):
Hallo Melanie
Aus deiner Antwort sehe ich wie Du an deiner Kleinen hängst. Aber auch sonst, nie würde ich einer Mutter sagen, sie wäre eine schlechte Mutter. Du bist genau so wie Mütter sind. Fürsorglich zu ihren Kükken und Du möchtest sie behalten. Der Traum enthält auch nichts Negatives an sich, wie du befürchtest.
Eine Schwierigkeit liegt darin, dass Du den Traum so lange hast liegen lassen. Er hat sich, genau in dem was er eben nicht ist, in Dich hineingefressen und Dich sozusagen, „vergiftet“.
Begreife es: Dieser Traum zeigte nie den Tod deiner Kleinen, sondern die Loslösung von ihr. Dieser Prozess läuft über verschiedene Stadien und wiederholt sich: Baby, Kleinkind, Schulalter, Pupertät, Auszug der Kinder, Heirat. Jedesmal verliert eine Mutter dabei „ihr Kind“.
Dass es kein „Begräbnis“ und kein Totes Kind gibt, siehst du auch daran, indem niemand Dir den Weg zum Friedhof zeigen kann. Diesen Kinderfriedhof findest Du auf keinem Ortsplan. Er ist im Herzen jeder Mutter, die ihr Kind an das Leben weiterreichen musste. Väter sind da ein bisschen härter, aber auch uns tut es manchmal weh, "schluckweh". Vor allem wenn das „Jüngste“ Kind von zuhause wegzieht. Dann weisst Du, ein Stück vom Leben hat sich verabschiedet.
Doch sie kommen nach ein paar Jahren wieder zurück. Dann wünscht Du Dir manchmal sie würden endlich mal erwachsen werden....
ich wünsche Dir viel Kraft,
und liebe Grüsse
anton

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