Re: Einstein und Wittgenstein über die Ewigkeit des Lebens
Pat schrieb am 29. Januar 2004 um 18:57 Uhr (565x gelesen):
Hallo,
Das Leiden ist tatsaechlich ein Komponent des lebens. Aber Leiden kann man sehen als nicht akzeptieren koennen was hier in die Gegenwart ist, oder was man DENKT dass die Zukunft bringen wird. Dass kann man verstehen wenn man ein unterschied macht zwischen Sein und Funktionalitaet. Man kann sagen: Das funktionele existiert um dass Sein zu behalten und/oder zu verbessern, aber das funktionele ist auch ein Blockade um das Sein einfach das Sein zu lassen. Diese Blockade ist genau das Leiden.
Also Wittgenstein verknuepft das ewige leben mit die Gegenwartige. Vielleicht muessen wir lernen zu sehen dass es immer ein Gegenwart gibt, egal wass wir machen: also das funktionele ist nur ein kleines Teil, und nicht ein notwendiges Teil von das Sein, und im Limit loest sich in das volle Sein alle Leiden auf (dass muss dann Erleuchtung sein, glaube ich).
Also man kann die ewigkeit sehen als ein Prozess dass unendlich weiter in Vergangenheit und Zukunft geht (etwa wie Wittgenstein), aber auch als etwas wass immer Da ist, unabhaenglich von Zeit und Raum (etwa wie Einstein in deine Beitrag). Ich glaube die letzte interpretation ist viel interessanter und wo man sich etwa in kann Beruhen...
Ich hoffe uebrigens dass niemand sich stoert an meinem Niederlaender-Deutsch :-)
> Meine Frage : Wollt ihr ewig ( oder nocheinmal ) leben ?
> Ich persönlich hoffe, dass ich mich nach diesem Leben in Nichts auflösen werde. ( Klingt sehr banal, ist es eigentlich auch - Nirwana - )
Das 'Nichts' is immer da in unserem Leben, naehmlich als das Negativ von alle unseren Erfahrungen. Aber Nirwana, sagt man, ist zwar nicht in das Sein, aber auch nicht in das Nicht-Sein (dass Nichts), sondern ist etwa 'tranzendent' an dieses. Also sagen bestimmte BuddhistenSchuele...
Weiss nicht ob dass dir etwas hilfen kann. Man kann nur tun wass man tun kannst in das gegenwartige Leben. Ein grossen Berg aufklettern kann dir entauschen wenn du stehen bleibst und die ganze Riessen-Wandlung durchschaut. Aber wenn man einmal zwischen die Baueme lauft, vergesst man das einfach, und erlebt man die Umgebung in kleine Etappes nach Etappes, mit Ruhepunkte dazwischen...
Gruesse, Pat.
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