re: Pflanzen und Tiere - wie leben sie?
Marc schrieb am 26. Juni 2005 um 17:02 Uhr (650x gelesen):
Hallo Albine,
Tiere träumen genauso wie wir Menschen. Im Schlaf wird ein Hemmstoff ausgeschüttet, welcher andere Botenstoffe blockiert, die normalerweise Aktionen des Gehirns an den Körper weiterleiten. Dieser Stoff wird zum Beispiel bei Schlafwandlern nicht zu genüge gebildet.
Das Bewegen der Augen geschieht in der sog. REM-Phase (Rapid-Eye-Movement), der eigentlichen Traumphase. Die Augen sind nun mal sehr nah am Gehirn (evolutionstechnisch gesehen sind sei ein Teil des Gehirns) und von dieser Abkopplung nicht betroffen.
Bei Tieren (speziell Katzen) wurde die Ausschüttung dieses Stoffes versuchsweise umgangen, um zu sehen, was sie träumen. Katzen jagen meistens, kämpfen mit Gegnern, spielen, pflanzen sich fort - all das, was ein Mensch - auf seinen Alltag adaptiert - ebenfalls träumt.
Pflanzen haben generell (es gitb Ausnahmen) 2 "Arbeitsphasen". Tag- und Nachphase. In der Tagphase ist die sogenannte Helle Photosynthese zu Gange, nachts die Dunkle. Teilweise dreht sich sogar der Flüssigkeitsfluß in der Pflanze um, wenn zum Beispiel Nährstoffe in die Wurzeln oder Knollen eingelagert wird, welche in den Blättern gebildet wurden.
Man kann elektrische Spannungen auch bei Pflanzen messen. Die Messwerte unterscheiden sich von Tag zu Nacht.
Vergleicht man nun diese Tatsachen erkennt man durchaus starke Parallelen zwischen dem tierischen und pflanzlichen Leben. Ich habe zwar noch keine Pflanze im Schlaf mit den Augen rollen sehen, aber ich denke das der Mensch (oder fast alle, hoffentlich nicht alle) an sich mit seinen Messgeräten bei weitem noch nicht so weit ist, um zu erkennen, was in den Pflanzen eingentlich los ist.
Liebe Grüße, Marc.

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