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Re: Frühere Leben
Torweg schrieb am 8. Mai 2005 um 19:13 Uhr (735x gelesen):

Du hast mich heute nacht nach Syrien gebracht ...

Und wieder kam der schwarze Mann im weißen Tuch,
nicht Beduine doch Bedu,
er fragte mich: Und wer bist du?
Er sprach kein Wort, ich hörte zu.

Er führte fort mich in die Wüste,
wo Sand sacht meine Füße küßte,
wo sich die Weisheit selber hütet,
wo Leben ist der Götter Güte.

Und wieder fragte er mich: Wer bist du?
Ich schwieg, er sprach kein Wort dazu,
ich war nur Auge, Seelenruh‘,
und einzig meine Seele wußte, was ich hier draußen wirklich tu.

Dann hob er seine schwarze Hand und zeigte in die Ferne,
nur weißer Wüstensand, noch zahlreicher als Sterne,
und dann ein Samenkorn, ein Feld, ein Haus und obenauf Zisternen,
ein Mann, ein Stamm, ein Volk, ein Heer, die nichts als nehmen, ernten.

Und was gewonnen durch so viel Kraft,
wurde durch Gier dahingerafft,
und eine Welt, die sich aus klarer Kraft erschafft,
verliert sich selbst, wird weißer Wüstensand, erschlafft.

Und wieder fragte er mich: Wer bist du?
Und wieder schwieg ich, traurig nun,
ob einer Welt in Kinderschuhn‘,
die friedvoll scheint‘s nicht wollte ruhn‘.

Umdrehen wollt‘ ich mich jetzt und gehn‘,
um all dies Leid nicht mehr zu sehn‘,
da hielt mich seine Hand zurück und ich blieb stehn‘,
und tausendmal sah ich die Welt sich um sich selber drehn‘.

Und wieder fragt er: Wer bist du?
Und wieder schwieg ich still dazu,
ein Kind bin ich von ihr, Danu,
ein Kind, das treibt in ihrer Flut.

Da sprach er zu mir fast im Zorn,
siehst du denn nicht, du bist ein Samenkorn,
du bist in ihren Herzen der Liebe heißer Sporn,
und durch der Menschen Liebe nur, wird diese Welt einst neu geborn‘.

Du wirst sie ihnen bringen!

Doch „Wie“ lag auf der Zunge mir dies Wort,
und als mein Blick sich hob, da war er fort,
und leise rief der Wind mir zu, du findest in dir selbst den Ort,
wo sich dir eine Frage stellt, da bist du selbst dir die Antwort.


Tausend Mütter, tausend Töchter, tausend Schwestern

In uns fließt stets dasselbe Blut,
einzelner Diamant, Millionen von Facetten,
und jede wichtig, richtig, gut,
da gibt‘s nichts zu bewerten, wetten.

Wir sind ein Lied aus tausend Noten,
und jede doch ein eignes Lied,
und jede ihres Liedes Bote,
das eines andern Hunger stillt.

Und lassen uns doch viel zu leicht in grauer Herren Joch einspannen,
anstatt in unsren Schuh‘n zu laufen,
und statt die Gier, den Neid zu bannen,
seh‘ ich uns in den Gassen raufen.

So können sie uns leicht beherrschen,
wenn wir uns selbst nicht wieder lieben,
und brauchen ihre leeren Märchen,
ein Mittel nur für ihre Triebe.

Die Schönheit, die du in dir findest,
wird nie ein Mann je in dir sehn‘,
weil er sich an was andres bindet,
laß los die Angst und mach‘ dich frei!

Percy Charles William

Ich erinnere mich an dich,
du sagtest: Steh auf und geh,
und hast mich dadurch freigesprochen,
ganz strahlenden Auges folgte dir mein Blick.

Im Glück ließest du mich zurück,
hast mir dabei das Herz gebrochen,
wohlwissend, daß ich dich nie wiederseh‘,
und voller Dank und Schuld zurück, blieb ich.

Nun, tausend Jahre später, blick ich,
in deine Augen und erkenne dich,
und du weißt nichts,
nur daß du mich erkennst.

Und das, was ich dir bin, nicht nötig, daß du es benennst,
es ist ganz klar im Glanz des Sternenlichts,
es ist ganz klar für mich,
und es ist einfach, sicherlich.

Was du mir gabst,
das gebe ich dir nun zurück,
und frei bist du, damit zu tun, was dir beliebt,
frei, in Entscheidung und in Wahl.

Lausche auf deines Herzens Widerhall,
folge dem Pfad, der dich zu mir trieb,
du selbst bist dir dein eignes Glück,
der Pelikan, an dessen Brust du selbst dich labst


Gav

Sie fressen mich auf mit Haut und Haar,
ich fließe auseinander, jeder Zukunft bar,
ich lös‘ mich auf in tausend Leben,
doch Frieden scheint es nicht zu geben.

Ich bin so müde, leer, erschöpft,
ich kann die Welt allein nicht tragen,
und tausend Hiebe, tausend Fragen,
verblutet, fort und noch geköpft.

Was wollt Ihr alles aus mir machen,
ich hab‘ es satt, ich hab‘ genug,
behaltet Eure kleine Welt, gebt frei den Drachen,
Ihr, Göttertraum, getränkt in Selbstbetrug.

Ich finde hinter tausend Masken nicht ein Ich,
nur Schauspielkunst der feinsten Sorte,
und Angst erblicke ich in jedem Gesicht,
nicht eins sind Augen und die Worte.

Und ich, ich armer Mensch, bin auch nicht frei davon,
versuche so wie sie zu sein, und bin doch nichts als nur Kopie,
selbstgerecht sitzt ein jeder auf seinem Thron,
ein Ort, den jede freie Seele flieht.

Ach, kalter Engel du, komm, hol mich heim!



Odrade

Weit blickst du voraus aus deinem Fenster,
in Gärten, Welten, weite Wüsten,
du kennst sie alle, Feuertänzer
und bist doch selbst frei von Gelüsten.

Du führst uns in die Neue Zeit,
wirkst Wunder, brichst die Erde auf,
kennst Zukunft und Vergangenheit,
du bist der Fluß, des Schicksals Lauf.

Du bist die Unerwartete,
die weckt und Leeres leicht zerstört
und wer auch mit dir haderte,
zuletzt hat er dich doch betört.

Du Fluß und keiner kennt die Fracht,
du hältst die Wacht, du machst uns frei,
ich seh‘ dich schmunzeln in der Nacht,
kein Anfang mehr und nie vorbei.

Sie reitet den Sandwurm des Alls!
Durch alle Stürme führt sie uns in das Land der sanften Winde.
Mag auch das Schlangennest unser Lager sein,
sie bewacht unsere träumenden Seelen.
Sie lindert die Glut der Wüste, birgt uns in der Kühle.
Und sicher geleitet sie uns durch finstere Nacht,
durch Jammer und Mühsal hinauf in den Himmel.
Ihre Gegenwart ist Süße, ist Duft wilder Blumen,
Hauch des Göttlichen.


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