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Vorösterliche Passionswochen
Helena schrieb am 10. Februar 2005 um 8:44 Uhr (498x gelesen):

Huhu Monika ;)

Du bist aber wirklich ganz schön neugierig - mal schauen, was ich davon beantworten kann.

Regeln, Bräuche: Ja, es gibt sehr wohl strenge Regeln, die aber meist von den älteren Dorfbewohnern so strikt eingehalten werden. Bezüglich der Uhrzeiten ist mir da nichts bekannt ... bei strahlendem Sonnenschein wird in der Taverne gefragt, wer fastet und wer nicht (und wer fastet, der bekommt seinen Bauernsalat dann ohne Schafskäse;) Der Höhepunkt der Fastenzeit ist dann megáli efdomáda, die "Große Woche", also die Karwoche.

Du fragtest nach wegen dieser Suppe;) ... in der Osternacht wird im Rahmen eines Festmenüs eben auch traditionell diese Suppe gereicht (sorry, hatte ich falsch geschrieben, heißt auf Hochdeutsch "Kuttelsuppe") ... also für mich ist das nix, ich habe da keinen Bissen runtergekriegt, wird u.a. auch noch mit Innereien zurbereitet ;(((

Und dann gibt es da noch einen Brauch, der vielleicht interessant zu erwähnen ist: man bekommt ein rot gefärbtes Osterei überreicht und es ist Sitte, diese Eier dann aneinanderzuschlagen. Die Farbe rot symbolisiert das am Kreuz vergossene Blut Jesu und das Aufschlagen der gefärbten Eier bedeutet die Zerschlagung des Todes und das Erlangen des durch das Ei symbolisierten Ewigen Lebens. (Manche wissen aber nicht mehr um diesen Sinnzusammenhang und so werden dann die Eier zerschlagen und es geht dann darum, dass das eigene Ei möglichst lange heil bleibt ;)

Der Sinn der Fastenzeit:
bei den Christen fanden ja früher die Taufen in der Osternacht statt und die Fastenzeit diente als Läuterung und Entbehrung, des Verzichts und wurde ja früher so streng gehandhabt, dass nur 3 Bissen Brot gegessen und drei Schluck Wasser getrunken werden durften. Die frühen Christen praktizierten die Mittwochs- und Freitagsfaste, dies wurde später dann dahingehend abgeändert, dass anstelle des Mittwochs dann der Sonnabend als Symbol der Schöpfungsvollendung gesehen wurde. Die Karwochenfaste soll den Zweck erfüllen, das Leiden und das Erlöserwerk zu würdigen. Bei der katholischen Kirche hat der Sinn des Fastens auch etwas mit "Gehorsam, Verdienst und Mittel gegen die Sinnlichkeit" zu tun, bei der Ostkirche ist es eher die "Trauer über die Sünde und Erhebung des Geistes über die Lust der Welt" und so gibt es dort auch noch andere Fastenzeiten eben außer der Osterfaste.

" Alkohol ist die Mutter der Sünden."
*** Da du hier das Thema "Sünde" angesprochen hast, es gibt im April einen recht interessanten Vortrag (siehe meine Homepage "Seminare Heilweisen und Vorträge") im Swedenborgzentrum mit dem Titel
"Gedanken zur Bedeutung der Sieben Todsünden"
Hochmut, Geiz, Unkeuschheit, Neid, Unmäßigkeit, Zorn und Trägheit
Vielleicht auch für dich interessant? ***

" Ach, soviele Fragen sorry, aber ich bin halt neugierig."
*** Meinst du ich nicht ? ;))) ***

Liebe Grüsse
Helena

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