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Sonntagsglocken
Eventuelle schrieb am 6. Februar 2005 um 9:19 Uhr (489x gelesen):

Einen schönen Sonntagmorgen!

Draußen läuten die Glocken. Es ist gegen 10. Sie tönen wie ein breites akustisches Leuchtband mit Ober- und Untertönen über die Häuser hinweg. Manches Mal habe ich mich darüber geärgert, dass sie so mächtig in mein Gehör dringen, ohne sie gebeten zu haben zu einer Stunde, die voller Muße mir selbst gehört.

Andere Male machen sie mir bewusst, wie mächtig sie die Gläubigen zum Gebet rufen. Weithin hörbar und so laut wie ein Martinshorn, aber länger, und sie wären noch eindringlicher, wenn man sich nicht so daran gewöhnt hätte.

Zu einer Zeit, in der Glocken riesigen Ausmaßes in Kirchtürme aufgehängt wurden, um auch den Letzten im hintersten Tal zu erreichen, spiegelt genau diese Tatsache den Machtwillen der Kirche wider. Der Kirchturm - weithin sichtbar, die Glocken - weithin hörbar - konnte sowohl als hoch aufragendes Streben der Seele als auch als mahnender Finger Gottes verstanden werden. Riesige Kathedralen spiegelten den Reichtum und die Opferbereitschaft, den Schönheitssinn und architektonischen Mut der Gläubigen wider wie heute die Hochhäuser der Weltwirtschaft.

Und wenn ich es mir recht überlege, ist der Zulauf zu den "modernen Kirchen" genauso opferbereit, zwiespältig, gehorsam, gläubig wie in alten Zeiten.

Die Zeiten ändern sich wohl doch nicht.

Grüße
Eventuelle


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