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du kennst dein Todesdatum
Sabine * schrieb am 7. März 2006 um 9:15 Uhr (616x gelesen):

Eine kleine Betrachutung der Gleichzeitigkeit

Eins folgt aufs andere, sagt uns unser gesunder Menschenverstand. Wie könnte da alles gleichzeitig geschehen? Schließlich gibt es Ursache und Wirkung.

„Das Denken geht linear vor, die Welt nicht. Das Denken geschieht in einer Abfolge, also sukzessiv, eindimensional, und dies liegt in seiner Natur. Die Vorstellung, dass ein Ding dem anderen folgt, hängt direkt von unserem Erinnerungsvermögen ab, denn ohne Gedächtnis besäßen wir natürlich keine Vorstellung von Zeit, weder von der Vergangenheit noch von der Zukunft.“

Wenn wir beispielsweise in der Lage wären, unser Todesdatum zu erfahren (so wie das in den berühmten Palmblatt-Bibliotheken Indiens möglich ist), so müssten wir uns zunächst die Frage stellen, ob wir diese Information überhaupt sinnvoll verwenden können. Denn: Je näher dieses Datum der Gegenwart ist, umso mulmiger würde uns ums Herz. Wir wissen zwar genau um die Endlichkeit unseres Daseins, aber nun, da wir mit dem genauen Zeitpunkt unseres Todes konfrontiert sind, müssen wir der Unausweichlichkeit unseres Todes direkt ins Gesicht sehen: Plötzlich hören wir das Ticken der Uhr, das wir bislang nicht bewusst wahrgenommen haben, überlaut – und verfallen entweder in Lethargie, weil wir ja sowieso nichts ändern können, oder in Panik, weil wir nun um keinen Preis etwas versäumen wollen.

Tatsache ist, dass wir uns ungefähr so auch dann verhalten, wenn wir über unser Todesdatum gar nichts wissen. Warum? Weil unser Bewusstsein die Existenz der Uhr ohnehin nicht leugnen kann, auch dann, wenn wir sie nicht ticken hören.

Das liegt daran, dass es genau dieses Bewusstsein ist, das die Zeit überhaupt erst erschaffen hat – aus ordnungstechnischen Erwägungen heraus, wie wir einmal annehmen wollen – und im Zusammenhang mit der Endlichkeit unseres Daseins nun in eine Grube fällt, die von ihm selbst ausgeschaufelt wurde.

Die Endlichkeit macht uns zwar Angst, aber unser Verstand kommt mit ihr dennoch besser klar als mit der so genannten Ewigkeit. (Tiere haben dieses Problem übrigens nicht: Sie schicken sich in ihren Tod, ohne über Endlichkeit und Ewigkeit nachzudenken: Tiere leben nämlich nur in der Gegenwart.)

Was die Ewigkeit sein soll, haben wir schon als Kinder nicht so recht kapiert. In einem Märchen wurde uns erzählt, dass es sich mit der Ewigkeit ungefähr so verhält: Wenn an einem hohen Berg alle tausend Jahre ein Vogel vorbeifliegt, um seinen Schnabel daran zu wetzen, und dieser Berg irgendwann abgewetzt ist, dann ist eine Sekunde der Ewigkeit vergangen.

Wahrscheinlich haben wir daraus geschlossen, dass die Ewigkeit nicht besonders interessant, vermutlich sogar gähnend langweilig ist. Als wir erwachsen waren, bekam die Ewigkeit auch ein tröstliches Gesicht: Da hatten wir bereits erfahren, dass es Einiges gibt, das für unseren Geschmack zu schnell vergeht, und in einem berauschten Moment haben wir vielleicht auch an die „ewige Liebe“ geglaubt. Dass die Ewigkeit in dieser Welt nicht zuhause ist, wissen wir längst. Wo aber dann? Irgendwo im Universum, von dem die Physiker sagen, dass es eine „begrenzte Unendlichkeit“ habe? Oder bei Gott, von dessen „ewiger Gegenwart“ in den Kirchen die Rede ist?
Hilft uns ein dichter weiter, wenn er sagt: „Zeit ist wie Ewigkeit und Ewigkeit wie Zeit, so du nur selber nicht machst einen Unterschied“?

Weil wir als Menschen mit der Ewigkeit noch größere Probleme haben als mit der Zeit, muss die für uns erfahrbare Wahrheit wohl irgendwo dazwischen liegen. Vielleicht so? : „Zeit ist die Welt und Ewigkeit ist Gott. Es lässt sich auch so formulieren: Horizontal ist die Welt, vertikal ist Gott. Beide treffen sich in einem Punkt – und der ist das Hier und Jetzt.“


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