re: Kann mir jemand sagen, was mein Traum bedeutet?!
hans-martin schrieb am 3. August 2005 um 11:49 Uhr (2052x gelesen):
> Hallo, ich würde gerne wissen, was mein immerwärender Traum bedeutet. Mein Opa starb 1991, mit dem ich ein so herzliches Verhältnis gehabt habe, wie sonst keiner in der Familie. Er starb ganz alleine im Krankenhaus zu der Zeit, als ich mit meinem Mann einen kurzzeitigen Urlaub machte. Ich hing wirklich sehr an ihm und das ist auch heute noch so. Man erzählte mir, das er an dem Tag, als er starb, nach mir fragte und mich an seinem Bett stehen sah. Er muss getobt haben, warum ich denn nicht zu ihm käme... Stunden später starb er. Ich kam aus meinem Urlaub zurück und man sagte mir, das mein Opa vor Tagen gestorben sei. Nun zu meinem immerwärenden Traum... Mein Opa steht in einer Strasse und winkt mir von weitem zu, das ich zu ihm kommen soll. In dem Moment, wo ich zu ihm gehen möchte, zieht mich irgendwas ganz schnell zurück, so, als würde mich ein riesiger Luftsog nach hinten ziehen. Als mein Opa das sieht, winkt er mir, so als würde er sagen, machs gut. Dieser Traum träume ich immer wieder in Abständen, ist aber immer wieder das gleiche. Kann mir jemand sagen, was er bedeutet?! Darüber wäre ich sehr dankbar!
Nach allem, was ich bisher auf dem Gebiet der Nahtoderlebnisse, Jenseitsreisen und Himmelsstufen gelesen habe, bedeutet Dein Traum, was das schnelle Zurückziehen anbetrifft, dass Du natürlich noch nicht in die Sphäre Deines Großvater gelangen sollst - das würde womöglich die Überschreitung der Grenze zum Tod bedeuten. Ein Traum bedeutet ja, dass man hier über das Reich des Unbewußten in das unsichbare Geisterreich gelangen könnte. Gerade Sterbende erleben eine solche Grenze meist sehr deutlich - sie zu überschreiten, ist nicht selten definitiv mit dem entgültigen, nicht nur klinischen (Herzstillstand), Tod oder jedenfalls einer sehr gefährlichen Expedition in das Reich der Toten verbunden.
An anderer Stelle (Hugo Georgi (1880-1963): Überirdische Erlebnisse auf Erden, geschaut von der Seherin Gabriele, Lothar Hoffmann, Christlicher Erweckungsverlag Barnstedt o.J.) las ich, dass man in der Regel mit Lebenden, aber auch Toten, an die man denkt, auch geistig verbunden ist, ja der, dessen Name man ausspricht, kann, wenn auch unsichtbar, neben dem Sprecher stehen. Deine intensive Erinnerung an Deinen Großvater ist diesem sicher bewußt, vielleicht für sein Fortkommen auf den Himmelsstufen (vgl. auch Paul Riedinger: Die sieben Himmelsstufen, Oekumenisches Institut Lüdenscheid-Lobetal, Auslieferung: Oekumenische Verlagshandlung Klaus Busenius, Rathmecker Weg 13, D-58513 Lüdenscheid, sehr zu empfehlen) nicht einmal förderlich, weil es ihn auf die Erde zurückzieht, und auf der Erde lauern für die Verstorbenen Gefahren, so dass sie ggf. nicht mehr an ihren höheren Ort zurückfinden, ihre jenseitige Aufgabe, ihre Reinigung und Heiligung, vielleicht verfehlen können, insbesondere wenn sie ohne höheren Auftrag, nur aus Sehnsucht, auf die Erde zurückkommen. So verständlich Deine Trauer um diesen geliebten Verwandten ist, so solltest Du ihn doch loslassen, bis Du, hoffentlich eines fernen Tages, ihn in der anderen Welt treffen kannst.

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