Re: [B] Brennnessel
Helena schrieb am 29. April 2004 um 12:11 Uhr (593x gelesen):
Die gute Brennnessel, über mit stechenden Härchen (den Nesseln) besetzt ...
diese Härchen stossen ein Gift aus, das grosse Mengen von Ameisensäure und Enzymen enthält (verwandt mit jenen, die sich im Schlangengift finden ;).
Und gerade diese Reizflüssigkeit ist es, die den gesamten Wert der Pflanze bildet.
Ein unverbesserlicher Schürzenjäger preist folgende Kur an:
....er wälzt sich regelmäßig in einem Brennnesselfeld, um wieder "mit ganzem Herzen ( ??? oder ;))) bei der Sache zu sein ..."
Hierbei handelt er eigentlich nur im Sinne einer Volksweisheit, die besagt, dass die Nesseln dieser Pflanze den Organismus anregen ... Kindern, die mit Waden voller Brennnesselschwellungen heimkehren, sagt man, sie blieben ihr ganzes Leben lang gesund und sie bekämen auch niemals Rheumatismus ..
Um dies zu bekräftigen, vielleicht noch ein kleines Zitat des lateinischen Dichters Petronius, der behauptete...
dass man bei Männern ... "die Stelle unter dem Nabel, die Lenden und das Gesäss" mit einem Brennnesselstrauss peitschen solle, um ihnen ihre Männlichkeit zurückzugeben.
Die "Urtikation" (so heisst das Peitschen mit Brennnesseln ;) wurde früher auch für das beste aller ableitenden Mittel gehalten (gegen Fieber, Rheumatismus, Schlaganfälle und auch gegen das Ausbleiben der Menstruation bei Frauen).
Liebe Grüße,
Helena
P.S. Brennnesseln können auch wie Spinat zubereitet werden oder auch als Beigabe in einem Wildkräutersalat verspeist werden
sollte ich noch etwas medizinisches ergänzen?
harntreibend (Rheumatismus, Gicht, Harnsteine, auch bei Harnverhaltung)
gegen Durchfall: wird auch bei verheerendem Durchfall der Cholera eingesetzt
stillt Blutungen (Nasenbluten, Blutspucken, alle Arten von Blutergüssen)
gegen lästige Schleimabsonderungen (Schnupfen, Verstopfung der Atemwege)
bei stillenden Müttern: wenn sie zuwenig Milch haben
regelt die Menstruation
(bzw. hilft, dass sie nach einer anomalen Unterbrechung wieder auftritt)
abschliessend sei bemerkt, dass sie sowohl bei Menschen als auch bei Tieren (etwa bei Hunden) mit Erfolg wirkt - bekämpft z.B. auch Würmer
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