Aspekte
myrrhe schrieb am 12. Februar 2005 um 17:14 Uhr (647x gelesen):
> Mir passt nicht die Richtung die du hiermit anschlägst. Es sollte nicht auf ein Geheule um das Sterben an sich hinauslaufen, sondern in der Aussage vielmehr die Bedeutung des Lebens haben.
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Ob es dir nun paßt oder nicht: es ist dies ein Aspekt des Umgangs mit dem Tod. Er hat mit Anhaftung zu tun: mit Anhaftung an materielle Güter, an den physischen Körper, an das Leben selbst.
Der Umgang mit dem Tod hat viele Aspekte - jene, die du beschreibst, das sind einige davon. Und jener, den ich beschreibe, ist auch einer.
Alles zu beleuchten, in verschiedenen Aussagen, ist legitim.
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> Z.B.das begreifen des Lebens als unaufhaltsamer Fluss, der irgendwo definitiv Anfang und Ende hat (wobei Anfang und Ende an sich für das Leben unrelevant sind) anstatt wie viele sich ahnungslos in einem Fluß ohne (sichtbaren) Anfang und Ende treiben zu lassen, und zu schauen, wo sie das Ganze hinführt, und vielleicht sogar populistisch auf ein happy End zu hoffen.
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Nun, die Auseinandersetzung mit dem subjektiven Tod ist vielfältig, und ich denke nicht, daß man bestimmen sollte, wie jeder dies sehen und vor allem leben will. Der eine mag sich treiben lassen in seinem Leben, bis das physische Ende eintritt. Ein anderer mag sich ständig auseinandersetzen mit dem Ableben. Und ein dritter lebt vielleicht, bewußt, im Hier und Jetzt, ohne seinen Anfang und sein Ende auf dieser Erde deshalb zu vergessen.
Verschiedene Aspekte des Umgangs mit dem Tod, durchaus wert, genannt zu werden.

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