@Lava, Helena, Füchsin, Sabine
Makuriz schrieb am 24. März 2006 um 21:42 Uhr (504x gelesen):
Hallo ihr Lieben,
war die Woche über wieder weg und vom Internet getrennt. Vielen Dank für die Antworten !
@Lava
Du sollst dir kein Abbild von mir erschaffen. Was soll ich dir sagen, aber ich glaube in den Unterstrichen bist du Gott näher als in den Bildern.
@Helena
Ja, das mit dem Herausreisen ist gar nicht so einfach. Gerade letzte Woche, wo ich mir so viele Gedanken machen wollte, sind wieder Sachen (im Grunde genommen banale Dinge) passiert, die meine Emotionen so angeheizt haben, dass ich den eigentlichen Sinn, dem ich diese Woche widmen wollte, ganz aus den Augen verloren habe.
@Füchsin
Deine Texte/Worte sind immer so schön und treffend und sie sind so angenehm und warm zu lesen.
Das Eins-Sein mit 'Dingen' kenne ich und es ist das schönste, was ich kenne. Ich wäre allerdings nie auf die Idee gekommen es Liebe zu nennen. Es ist mir vielleicht auch nur fünf Mal in meinem Leben passiert.
Das hinter jedwedem Handeln ein Sinn, eine Ursache steckt, darüber bin ich mir schon lange im Klaren.
Wen ich am wenigsten liebe auf dieser Welt, das bin wohl ich selbst. Wahrscheinlich hat Sabine recht, dass dort meine Suche stattfinden muss. Du schreibst, dass Gott einem zugewendet bleibt, auch wenn man sich willentlich von ihm abwendet. Ich hab als Kind Gott geflucht und ihn zum Kampf auf der Erde herausgefordert. In der Bibel steht wohl, wer Gott flucht, ist auf ewig verdammt.
@Sabine
Bei deiner Geschichte bin ich immerhin soweit vorgedrungen: Du hast ihr die Steine weggenommen, damit sie sie nicht mehr ins Wasser werfen kann und damit weitere Wellen erzeugt. Wenn das Wasser ruhig und klar ist, kann man durch es hindurchschauen und bis auf den Grund sehen. Die Steine, die ich werfe, davon bekomme ich langsam eine Ahnung (die Wellen verwehren mir den Blick darauf).
Seit fast einem Jahr scheint sich bei mir alles zu wandeln. Dazu gehören mehrere einschneidende Erlebnisse.
In letzter Zeit habe ich massenhaft Deja vu-Erlebnisse und ich glaube ein Haus gefunden zu haben, von dem ich als Kind immer geträumt habe. Damals war ich mir sicher, dass es dieses Haus geben müsste. Es ist das Zwillingshaus von dem, in dem ich gelebt habe. Häufig war ich als Kind nach der Ausschau für dieses Haus und manchmal meinte ich, es gefunden zu haben. Aber es war es dann nicht. Irgendwann habe ich die Suche aufgegeben oder vergessen und die Träume kamen auch nicht wieder. Jetzt, vor zwei Wochen, habe ich es gesehen. Es ist ein Hochhaus und damit schon von der Ferne zu sehen. In der Gegend gibt es mehrere Hochhäuser. Vor zwei Tagen habe ich mir überlegt, ob ich einfach hingehen soll, oder weiter warten, bis ich das Gefühl habe, dass der richtige Zeitpunkt dafür da ist. Ich bin dann ohne das Gefühl losgegangen, auf das erste Hochhaus zu. Je näher man den Hochhäusern kommt umso mehr versperren die niedrigeren Gebäude den Blick, so dass ich nur hin und wieder durch eine Lücke schauend, meine Richtung korrigieren konnte. Irgendwann bin ich am ersten angekommen und dort hatte ich unheimliche Schauer und meinte Blickwinkel wiederzuerkennen. Bald legten sich meine Empfindungen und ich ging zu dem Haus, wobei ich mich fragte, wie ich hineinkommen könnte. Im selben Moment, als ich vor die Tür ging und unauffällig die Klingeln inspizierte, kam eine Frau auf den Eingang zu und bat mich freundlich doch einfach hereinzukommen, wenn ich wüsste, wo ich hinwollte. Ich wiegelte ab, weil ich mir nicht sicher war und erst noch eine Weile bei dem Haus verweilen wollte. Das hört sich alles wohl ziemlich blöd an. Jedenfalls machte ich mir hinterher Vorwürfe, die Gelegenheit nicht wahrgenommen zu haben, in das Haus zu kommen. Da das weitere Verweilen an dem Haus jedoch nicht ergiebig war, machte ich mich ob der anfänglichen Empfindungen verwirrt, zum nächsten auf, das direkt dahinter stand. Dort war nun gar nichts und ich ging zum dritten, vermeintlich letzten, das noch ein gutes Stück entfernt stand. Auch dort war nichts zu holen und ich machte mich, nur mäßig enttäuscht, da ich ja mit sowas schon gerechnet hatte, auf den Rückweg.
Am nächsten Tag sah ich von der Umgehungsstraße, dass es dort vier Hochhäuser gibt und das vierte, bei dem ich nicht war, genau das war, zu dem ich eigentlich wollte.
Desweiteren verändern sich in letzter Zeit wichtige Dinge in meinem privaten und beruflichen Umfeld. Manche gewünscht, manche nicht, manche direkt, andere auf Umwegen, aber alle einschneidend. Ein Gefühl schreit ganz zentral in mir. Es ist die Askese. Wegen der Steine.
Liebe Grüße
Makuriz

Beitrag ist archiviert
Diskussionsverlauf:
- @Lava, Helena, Füchsin, Sabine ~ Makuriz - 24.03.2006 21:42 (2)