re: Mein Bruder zu Besuch
anton * schrieb am
8. August 2005 um 18:12 Uhr (495x gelesen):
Salü Albine
Das was Du beschreibst kenne ich auch. Das funktioniert vermutlich aber nur, wenn zwischen den Beteiligten eine tiefe Beziehung besteht. Du triffst dich mit deinem verstorbenen Bruder. Bei mir sind es aber Lebende und bekannte Personen.
Als Vorspann zum erlebten, sah ich einen Tag vorher eine Telefonzentrale! Zwischen zwei Vermittlungspulten verliefen armdicke Kabelstränge. Die einzelnen Kabel waren übersichtlich miteinander verbunden. Die Bedeutung war mir sofort klar. Eine Verbindung ist hergestellt. > Wofür? Ich war (wie immer) völlig ahnunglos.
Eine Nacht später der "Traum", ich schilderte es als: „Begegnung in der Traumzeit“.
Das war kein Traum im üblichen Sinne. Denn die Person und ich befanden uns „über den Wolken“, in der Traumzeit.
Es war als hätten wir noch einen Körper irgendwo in der Unendlichkeit. Dort waren
wir und sprachen über das was uns bewegt. Zum Abschied schenkte ich ihr einen Rosa Stein. Er war für ihr Herz bestimmt und dorthin legte sie ihn.
Das war kein Traum, ich erlebte es real, hautnah. So wie wenn ich jemanden in der Strasse oder im Büro begegne.
Die Traum-Vermittlungspulte waren topmodern. Die Kabelstränge zwischen beiden Pulten armdick. Was ich mich fragte: Warum/woher kommt so etwas durch? Wer führt die Traumregie?
Ist so was pure Einbildung, Wunschdenken? Doch sogar wenn es so wäre, wäre es auch erstaunlich.
Meine Intuition sagte mir, dass tun wir immer. Das tun alle. So „vereinbaren“ wir unsere Tages- und Wochenprogramme. „Wir weben unser Schicksal in der Traumzeit“. Doch üblicherweise ist uns diese Ebene verschlossen.
Wenn ich es so anschaue, dann beruhte jede Handlung, jedes Ereignis auf einer Vereinbarung. Im Wachsein spielen wir nur die abgesprochene Rolle, unser Theaterstück auf. Aber es ist uns nicht mehr bewusst, dass wir auch gleichzeitig die Regisseure des Stücks sind.
Wer das für verrückt hält; warum wurde mir das so angezeigt? Warum zeigen die Vermittlungspulte viele, dicke Kabelstränge. Für zwei Personen, genügen zwei Drähte. Dafür könnte der Traum auch zwei Telefone zeigen. Ist ein Traum so blöde?
Betrachte ich die Vermittlungspulte dann ergibt sich:
Zwischen zwei Vermittlungspulten verlaufen armdicke Kabel.
-> also da ist viel mehr Verbindungskapazität vorhanden als nötig ist.
Wozu?
Ergo ist da viel mehr verbunden als wir uns vorstellen können.
Was zwei Personen vereinbaren, betrifft meist auch wieder andere.
Das Leben, die Gesellschaft ist ein riesiges Netzwerk von Beteiligten. Das
könnte damit angedeutet werden. Der gigantische Informationsfluss in der Traumzeit. Jeder ist mit allen verbunden. So erklärt sich der Trauminhalt, das steckt vielleicht in dieser Symbolik.
Oft beobachte ich, dass der „Verbindungsaufbau“ Zeit benötigt. Das können Stunden manchmal auch Tage sein. Also ich sehe „Licht“, schlafe dann ein. Erwache nach einiger Zeit und dann erscheinen die Informationen! Es hängt irgendwie mit der oder den beteiligten Seelen zusammen.
Ciao und einen lieben Gruss
anton

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