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Die Kunst des Handlesens (*)
re[2]: Zeitreisen
Cosma_Leah * schrieb am
28. Juli 2006 um 21:53 Uhr (685x gelesen):
Ich erzähl mal kurz meine bisher eindrücklichste retrokognitive Zeitreise in der Stadt Zürich. Ich ging neugierig durch die Altstadt Zürich, war beim Lindenhof und in zwei Buchhandlungen in unmittelbarer Nähe der St.Peterskirche, irrte in der Altstadt herum und versuchte, mich anhand der Gassennamen zu orientieren. Auf einmal nahm ich eine Zeitverschiebung wahr, mein Körper kribbelte und ich sah deutlich einen Mann mit einem Dolch in der Hand. Er ging an einer Hauswand entlang. Mir lief es kalt den Rücken herunter. Portalhaft öffnete sich eine andere Gasse, doch war ich völlig gefangen vom Anblick der kurzen Gasse und der Hinterhofgasse, Hohlgasse oder ähnlich hiess sie, nur wenige Meter lang. Genau hier sah ich, wie der Messerstecher metzgerhaft auf einen anderen Mann einhieb, ihn erdolchte. Das Opfer trug schwarze Kleidung, einen schwarzen Hut, ähnlich wie ein Priester, doch an den beiden Locken an den Ohren erkannte ich einen Juden.
Als ich nach Hause kam, setzte ich mich an den Fernseher, schaute mir die Nachrichten an. In Zürich sei ein orthodoxer Jude in der Weberstrasse ermordet worden. Aber bei mir war es die Hohlgasse, nicht die Weberstrasse. Doch dann wurden in den Nachrichten die Judenmorde der letzten Jahre anhand einer Zürich-Karte gezeigt. In besagter Hohlgasse wurde tatsächlich ein Jude erstochen, von einem Metzger.
Bei dieser Retrokognition war für mich die Intensität beeindruckend. Ich hatte wirklich das Gefühl, dort zu sein, es war so real! Die Menschen, die an mir vorübergingen, waren für diese Zeit wie weg, ich sah sie nicht.
Liebe Grüsse, Cosma Leah

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