Solche Träume kenne ich ebenfalls. Wenn ich auf meine Träume achte, findet sich fast in jeder Nacht ein Traum, der sich auf den folgenden Tag bezieht und teilweise ganz belanglose Dinge vorwegnimmt. Kriterium ist dabei scheinbar nicht eine bestimmte emotionale Aktivität, sondern vor allem das Bewusstsein in der jeweiligen Situation (z.B. beim Betrachten eines besonders geformten Blattes).
Da nun aber Emotionen - aufsteigend nach Intensität - ebenfalls einen bewusstseinssteigernden Effekt haben, sehe ich auch solche Erlebnisse - diese allerdings viel eher als die "normalen" 24-Stunden-Träume. Zuweilen ereignen sie sich ein halbes Jahr vorher und wiederholen sich in unregelmäßigen Abständen, wobei sie bei der Wiederholung weitere Details offenbaren können.
Zu Beginn fühlte ich mich in meinem Verständnis des freien Willens des Menschen (besonders von meinem ;) ) verletzt, weil es scheinbar keine Möglichkeit gab, das kommende Ereignis zu verhindern, obwohl es durchaus zu verhindern gewesen wäre. Es ergab sich einfach alles so, wie es geträumt wurde - wie Du über Deinen Platznachbarn schreibst. Es passiert halt, auch wenn Du bereits vorher bescheid weisst.
Mitlerweile helfen mir die Träume beim Annehmen meines Lebensweges und bestimmten Situationen. Ich akzeptiere sie als so gegeben und kann viel ruhiger damit umgehen als es ohne den Traum wohl der Fall gewesen wär (nach dem Motto: 'wenn es denn so sein soll....' oder 'Ich weiss eh, dass mir dies-und-jenes nicht passieren wird, auch wenn es so aussieht. Deswegen mache ich mir keine Sorgen.')
Auf jeden Fall ist es ne spannende Sache, der sich lohnt, nachzugehen. Es hält ein gutes Paket Erfahrung bereit, wenn man es integriert.
