re[2]: Leinwand-Helden
Asherah * schrieb am
7. November 2006 um 20:05 Uhr (664x gelesen):
Ja ja, welche tolle Beispiele. Und eindrückliches Sinnbild für die heutige Feigheit und Passivität. Wobei ich "Kommunikation" und das richtige Einschätzen einer Situation selbstredend vorrausetze.
Was lernen wir noch daraus? Als man "früher" in so einem Fall sein Leben riskierte, weil man nicht verklagt wurde sondern gleich auf dem Scheiterhaufen verbrannt oder gelyncht wurde, war es in Ordnung. Was heißt das für uns?
Das die Angst vor dem verklagt werden größer ist als die vor dem Tod?
Abgesehen dass ja gerade meine Definition war:
... UNGEACHTET DER KONSEQUENZEN und die VERANTWORTUNG TRAGEN... lieber evt. Nachteile in Kauf nehmen als sich ein Lebtag lang nicht mehr selbst in die Augen schauen zu können.
Gut, nehmen wir deine tollen Beispiele von den Mann, der einen nur vermeintlichen Vergewaltiger zur Strecke bringt. Und wenn er gar nichts tut? Weil... er könnte sich ja irren? Und am nächsten Tag liest er in der Zeitung, dass die Frau ermordert im Wald gefunden wurde? Kann er sich dann für den Rest seines Lebens noch in die Augen sehen? Oder denkt er sich: Scheiß egal, vielleicht werde ich verklagt, vielleicht auch freigesprochen, selbst wenn ich 2000 Euro Schmerzengeld bezahlen muss, mein Gewissen ist rein."
Mir wäre mein Gewissen die Gefahr des Schmerzensgeld wert.
Abgesehen... siehe oben... setze ich Kommunikation und Einsicht in die Situation voraus. Ebenso wie die Abwesenheiten von Geisteskrankheiten.
*kopfschüttel*

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