Re: nicht so, nicht so<
myrrhe schrieb am 13. April 2004 um 10:45 Uhr (613x gelesen):
> fragen z.b. folgt der tod aus dem leben oder das leben aus dem tod
---
Es gibt gar keinen Tod. Innerhalb unserer dualen Welt heißt er Werden und
Vergehen (siehe Natur), außerhalb heißt er Freiwerden von Anhaftung.
Etwas, das in unserer polaren Welt vergeht, muß erst geworden sein.
> oder war das gute eher da als das böse, oder umgekehrt,
> oder gleichzeitig, gemäß der lehre nach den 2 prinzipien?
---
Es gibt kein Gut und kein Böse außerhalb unserer dualen Welt.
In der Dualität entwickeln sich von allen Dingen zwei Pole.
> oder was ist erlösung? erlösung von sünden in rebellion oder per
mitschwimmertum? auch so wie es hier im forum
> ist, unangenehm ist nie angenehm.
---
Sünde und Erlösung in diesem Zusammenhang sind christlich dominierte
Muster unserer dualen Welt, in denen sich Polaritäten ausdrücken: Macht-
Ohnmacht, stark-schwach etc., geschaffen, damit Schwache stark werden und
über Schwache Macht ausüben.
Erlösung bedeutet das Freiwerden von Anhaftung - d. h. Loslösung von einer
Ebene, um zu einer anderen zu gehen. Für unsere duale Welt bedeutet das
Freiwerden von Karma, um den Inkarnationszyklus zu verlassen und dadurch
für andere nicht-polare Ebenen frei zu werden. So ist Erlösung eigentlich ein
"Tod", ein Verlassen der irdischen Ebenen. (Und weitergehend auch von
anderen Ebenen.)
> wie dem auch sei, ihr bleibt immer das als das ihr
> geboren ward, als was nicht vergleichbarem mit anderm
> und erst recht nicht unter glaubensbandbreiten, unter
> dem ihr euch nicht versöldern lassen solltet auch wenns
> unangenehm sein sollte für wen auch immer, letztendlich
> zählt die wahrhaftigkeit, die sich dann nie ausradieren
> läßt, nur so mal..
---
da hast du was vermischt ...
Wir sind immer einzigartig, weil wir als Seele einzigartig sind.
Aber die Teilpersönlichkeit, als die wir geboren worden sind, wird geprägt
von Mustern, denen wir unterworfen sind, sowie wir geboren werden.
Unser Kern ist ewig, unser Ego ist Mustern unterworfen.
Es liegt an uns, inwieweit wir es schaffen, uns unserem ewigen Kern in uns
anzunähern und die uns prägenden Muster zu erkennen. Es wird aber immer
eine Annäherung sein.
Der ewige Kern in uns hat eine Ausdrucksform: Sie heißt wahre Liebe.
Über die wahre Liebe nähern wir uns unserem ewigen Kern.
Gruß myrrhe
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