Re: @torweg w/hexenverbrennung
Torweg schrieb am 14. Juli 2003 um 10:16 Uhr (639x gelesen):
Dir auch einen guten Tag, Inquisitor,
(allerdings frage ich mich, was ist ein guter Tag für einen Inquisitor?)
Bei Kapitalismus ist das wie bei der Plattentektonik, oben schwimmen die Kontinente und wir glauben sie sind unverrückbar, aber in Wahrheit, dreht und wirbelt alles gar nicht so tief unten wild durcheinander. Auch bei uns gibt es Unterströme, die dem Kapitalismus nicht dienen und ihn aufbrechen für andere Ideologien. Sie gehen andere Wege, die von Kapitalisten nicht gut auszumachen sind, und ich liebe sie dafür.
> ***hat das jemals einer verlangt, so zu agieren?
Natürlich haben Menschen verlangt so zu agieren, sie sind Menschen.
Da kannst du mich bei meiner atreidischen Ehre packen.
> ***eine ehre aus einem fantasyroman, o.k.
Die Prinzipien der Atreides sind für mich, auch wenn sie möglicherweise aus einem Science Fiction-Roman stammen sollten, trotzdem bindend und an ihnen kann man mich und meine Ehre messen. Wer weiß, hast du 10 191 gelebt und weißt, ob sie dann nicht nur allzu real sein werden?
ich wäre da vorsichtig. Es gibt keine Realität, einzig die Realitäten, die wir in uns erschaffen. So meine Realität.
> ***das beschließende organ ist die hauptversammlung,
> und wenn ich 50% plus eine aktie von dir habe schüttest
> du auch bald eine gute dividende aus, außerdem hast du
> jetzt schon eine beachtliche kapitalrendite
Wie viel Aktien hast du denn schon? Wird das eine freundliche oder feindliche Übernahme?
>
> ***portfolio ist mehr ein aktien bzw. effektenkonglumerat
> um renditeoptimierte abgrenzungen vorzunehmen. dein
> MEQ (marktpräsenz, entwicklungspotential, qualitätssicherung) ist übrigens sehr gut,
> dabei könnt ihr purzeln usw, soviel ihr wollt.
Danke schön, werd mal meine Kätzchen fragen, ob sie das gut finden.
Liebe Grüße,Torweg
Hausaufgabe: Ein Gedicht über Geld
Geld ist wie Beton,
es kommt drauf an, was man draus macht,
es kommt ganz auf den Menschen an,
das Kind, die Frau, den Mann.
Allein bedeutet Geld gar nichts,
sein Wert steigt nur mit den Gedanken,
Begierden, Träumen und Visionen,
löst oder baut geschmeidig Schranken,
kann jedem trutzen und auch lohnen.
Wie Macht ist es ganz wandelbar,
was immer Ziel und Wille sind,
ist es ein Mittel nur, dann ist es wie das Licht so klar,
ist es allein das Ziel, umgibt es sich mit kaltem Wind.
Geld kann Frieden, Leben schenken,
und kann genauso schnell dies alles nehmen,
du kannst fast alles damit lenken,
und alles Wilde damit zähmen.
Ist dieses angebracht?
Mit Vorliebe bezeichnen wir das als zwiespältig,
was nicht so sehr in sich selbst gespalten ist,
sondern in uns den Eindruck des Zwiespältigen erweckt.
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