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Energievampir (wiki)
Energie:
Batterie von Bagdad (wiki)
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Bewusstsein&Materie (wiki)
Re: Pflanzen und Seelen
Torweg schrieb am 22. Mai 2003 um 10:13 Uhr (613x gelesen):
Guten Morgen, liebe Füchsin (oh was für ein feiner Name),
da stellst du sehr interessante Fragen, die mich auch sehr beschäftigen. Ich bin davon überzeugt, daß es sicher gelingen könnte, eine Art Mensch (einfach mal als Tier betrachtet, was wir eigentlich ja auch sind) zu entwickeln, die wenig Nahrung brauchen oder ihre Energie ganz aus Pflanzen beziehen. Doch glaube ich, daß dies ein Mensch in einem Leben nicht leisten kann. Ich könnte mir vorstellen, daß sich mehrere Menschen, vielleicht ein Volk dieses Ziel setzen kann und sich dann durch mentale Arbeit, aber auch durch Einfinden in diese Lebensweise langsam über Generationen und Generationen entwickeln kann, bis sie diesen Stand erreicht haben. Das hat ja auch mit dem Mutations-Selektions-Prinzip zu tun (es werden nur die überleben, die anpassungsfähig genug sind), Klima, da gibt es so viele Faktoren, die da eine Rolle spielen, Erziehung, Konditionierung, Umwelt.
In Indien gibt es viele Seelen, die diesen Weg schon eingeschlagen haben. Allerdings sind diese Wesen auch schon in einem ganz anderen Bewußt-Seins-Zustand als wir Otto-Normalverbraucher, leben auch in einer anderen Umwelt, wo der Glaube wichtiger ist als Geld, Leistung, Luxus.
Als ich noch nicht arbeiten ging und meine Tage frei im Wald zubringen konnte, strolchend, jagend, austrainiert, mental rein, ganz bei mir selbst, unabgelenkt, war es leicht für mich vor den keltischen Hochfesten zu fasten. Ich war klar und konnte mich gut lösen.
Hier in der Außenwelt ist es nicht immer leicht, man braucht mehr Energie, wenn man sich darauf einläßt, auf der Arbeit wird jeder Leistungsabfall mit Mahnung (nicht ABmahnung,sondern einfach mehr Druck) geahndet, es gibt eine ständige Ablenkung, Verteidigungshaltung, weil Vorgesetzte zum Beispiel merken, daß man sich von der Firma entfernt und auf eigenen Pfaden unterwegs ist. Da werden Kontrolltiger ausgesandt und andere Spiele gespielt. Ich versuche Mittelwege zu gehen, nur leichtes zu essen, Huhn, Fisch und in den letzten Wochen gibt es nur Milch, Saft, Wasser, Flüssiges eben. Aber ich merke schon, daß mir das hier in der Außenwelt ganz schön schwerfällt, auch weil so viel anderes Zeug rumliegt und ich bin auch Mensch genug, zuzugeben, daß ich nicht immer so durchhalte, wie es mein Ego gern will. Im Wald ist Nahrung immer auch Suche, Weg. Hier gibt es beim Bäcker achtzig Sorten Brot, Rausch.
Wie auch immer, es gibt sehr leckere und befriedigende Literatur zu diesem Thema. Mein Lieblings"bibel" zum Beispiel, die ersten beide Bände von Dune der Wüstenplanet, erzählen von der Veränderung eines Planeten und der sie bewohnenden Bevölkerung, die restlichen vier Bände handeln von den Konsequenzen daraus (knapp formuliert, es ist so lecker, mindestens so gut wie Sex, eigentlich besser, aber doch auch wieder nicht zu vergleich, halt Kopfsex quasi).
Genug der Worte nun, hoffe du kannst damit etwas anfangen, danke für deine Gedanken, Grüße, Torweg
> Pflanzen und Tiere hatten denselben Ursprung, nur begannen die Pflanzen damit, Energie nicht nur von der Atmungsprozess, sondern auch vom Sonnenlicht zu beziehen, während die Tiere Energie hauptsächlich (?) durch Erbeuten von Pflanzen und anderen Tieren beziehen. "Hauptsächlich" schreibe ich deshalb, weil sie auch unbewusst von außen ebenso Energie beziehen, nur ist das wissenschaftlich nicht bewiesen.
> Was passiert aber, wenn sagen wir ein Mystiker begänne, nur noch von äußeren Energien und Flüssigkeiten zu leben (wie eine Pflanze), und damit meine ich nicht umbedingt ein Vampirdasein. Könnte man sich dahin entwickeln, dass man nur von Atmung, Sonnenlicht und Flüssigkeit (Wasser, Säfte, Mineralien) leben kann? Es gibt ja Fälle, wo bestimmte Personen sehr lange mit so gut wie keinen Lebensmitteln überlebt haben, ganz einfach weil sie keine gebraucht haben. (Sie nahmen dafür täglich eine Kommunion; oder Fakire etc. Wohlgemerkt: sie hungerten dabei nicht!)
> Man sagt, man ist, was man ist. Wenn man vegetarisch lebt, wird man seelisch irgendwann "verpflanzlicht"?
> Jedenfalls entsprangen die Mythen von Geburt-Tod-Wiedergeburt den Pflanzerkulturen.
> Wie sieht es aus - bei Ritualen und Meditationen wird sehr viel Energie frei (inklusive Gehirnwellen) - könnte man hauptsächlich davon bzw. in diesem Zustand ohne äußere Nahrungszufuhr leben? Wie seht ihr das?
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