Moin Moin grasovka,
deine Texte erinnern mich an etwas, dass Jasmuheen mir mal gesagt hat: in etwa: "Unser Leben und unsere Grenzen, werden durch unsere Glaubenssätze bestimmt. Wie 'Wer nichts isst, der verhungert'. Können wir uns davon lösen, gelten sie nicht mehr."
"Tatsachen" akzeptieren wir im allgemeinen einfach. Ich hatte in meinem ersten Posting hier den Umstand genannt, dass Wasser bergab läuft.
Ich denke wir würden bereit sein auch an die absurdesten Erklärungen zu glauben, wenn wir irgendwo Wasser bergauf laufen sähen.
An kleinen Babys kann man erkennen, dass das "Konzept" einer Grenze ihnen nicht mitgegeben ist, sondern erst erlernt wird.
Psychologisch spricht man hier von dere Entdeckung des EGO.
Durch setzen der Grenzen als Nicht-ICH wird das EGO definiert. So bildet sich das EGO und die Existenz von Grenzen ist bestimmend für die Akzeptanz des eigenen ICHs.
Evtl. streben aus diesem Grund die östlichen Meister nach der Auflösung des EGOs und sehen dies begleitet von einer Grenzenlosigkeit.
Evtl. existiert im Westen so viel EGOismus bzw. so viele EGOisten, weil wir so viele Grenzen definieren.
Weil wir viele Definitionen definieren. Viele Theorien, viele Abgrenzungen, viel EGO viel Starrheit.
Oder ist der Wunsch zu kontrollieren (Mercendis), Ausdruck der Angst, sich selbst zu verlieren.
Der Stand der Physik ist soweit, dass Grenzen zwischen allem beginnen sich aufzulösen.
- Hier und Dort
- Heute und Morgen
- Schnell und Langsam
- Energie und Materie
- Existenz und Nicht-Existenz
Resultiert hier vielleicht (ohne östliche Philosophie) eine breite gesellschaftliche Existenzangst, die in Folge alle Veränderung ablehnt?
Ich sach 42, Martin Rieth (Gründer)
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