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Inwieweit ist der Mensch verantwortlich für das, was er ist?
Füchsin * schrieb am 19. Februar 2007 um 13:48 Uhr (844x gelesen):

So, mal wieder was zum Nachdenken, sozusagen als Denksport.

Der Mensch wurde erschaffen mit all seinen Vorzügen und letztlich auch mit seinen Fehlern - inwieweit ist er also dafür verantwortlich, was er kann, macht und denkt? Letzlich. Nachdem er auch noch durch andere sozialisiert, erzogen und gebildet wurde und gewisse Defekte und Vorzüge geerbt hat. Gesund oder krank ist? Gar nicht, oder?

Ja, ja, aber wenn er sich sozusagen selbst erschafft und als Geist selbst bestimmt, wie er inkarniert, was er lernt, und was er mit den Fähigkeiten macht, inwieweit er seinen Trieben und Wünschen folgt, und wie sehr er sich anstrengt. Und mit welchen Freunden er sich umgibt, die ihm soufflieren. Doch schon, oder?

Andererseits wurde er auch genauso erschaffen, und sein Umfeld auch, also wurde das doch so bestimmt, oder? Körper, Seele, Geist, alles kommt von irgendwo her und wurde fremdbestimmt, durch den Zwang der evolutionären Entwicklung.

Kann denn Gott etwas Fehlerhaftes und Nichtperfektes erschaffen? Kann er/sie so jemand lieben? Ist das Fehlerhafte nun perfekt - oder nicht perfekt? Ist es perfekt, solche Monster wie Mao auf die Welt loszulassen (um nur einen zu nennen), oder Bombenanschläge auf die U-Bahn in Spanien? Haben die Opfer ihr Schicksal karmisch verdient - oder haben die Monster ihr Schicksal verdient? Sind sie das Opfer, und die Ermordeten hatten das Vergnügen, eine Erfahrung zu machen und Karma auszugleichen (wie es manche Leichtfuss-Esoteriker darstellen)? Sind die Ermordeten in einem Massengrab eins oder viele? Haben alle dasselbe mal in einem früheren Leben gemacht - wirklich?

Hat ein Alkoholiker sein Schicksal verdient, hat eine vergewaltigte Frau ihr Schicksal verdient, haben die Sniper in Washington ihre Hinrichtung verdient? Haben die Tiere im Schlachthof ihre Ermordung karmisch verdient? Ist das nun gut und perfekt oder ist das nicht perfekt und erschaffen oder wer zum Teufel hat sich das ausgedacht - der Teufel? Ist die Welt vom Bösen erschaffen worden? Ist diese Welt, wie die Gnosis sagt, ein Gefängnis der Seele, von der man sich schleunigst reinigen muss, um eiligst wegzukommen?

Eine Bauersfrau, die 12 Kinder geboren hat, schwer arbeitet, aber sonst ihre Ruhe hat, ist die unschuldig? Hat sie ihr Schicksal verdient? Oder hatte sie einfach nur Glück? Hat die Nonne im Kloster Glück, oder ist es ihr selbstbestimmtes Schicksal, oder ist sie einfach ängstlich und verklemmt? Und was ist mir dir, wo du das hier liest, hast du dieses dein Schicksal verdient, oder hattest du einfach nur Glück oder Pech? Oder wer bestimmt darüber - du? Oder deine Erziehung? Oder deine Triebe? Oder dein Partner? Bist du frei?

Zum Schluss erzähle ich hier die wahre Geschichte eines Serienmörders, in Kurzfassung. Jack U. hat Prostituierte erdrosselt. Er kam ins Gefängnis, fiel dort durch große Höflichkeit und Beredsamkeit auf, schrieb eine Biografie, hielt Vorträge, galt als resozialisiert, wurde vorzeitig entlassen. Machte dann Reisen ins Ausland. Die USA fand durch Profiler den wahrscheinlichen Mörder weiterer Prostituierter in den USA: Jack U. wurde wieder eingesperrt und beging im Gefängnis Selbstmord.
Was man sonst noch wissen sollte: Seine Mutter war von ihrem Vater nicht nur geschlagen, sondern auch missbraucht worden und wurde daraufhin (wegen zerstörtem Selbstbild) Prostituierte, lieferte den kleinen Jack bei seinem Großvater (ihren Vater) ab und vertschüsste sich wortlos. Der Großvater prügelte nun wieder Jack und missbrauchte diesen. Und darum erdrosselte Jack U. Prostituierte.
Freier Wille? Wie stark muss ein Wille sein, um frei zu sein? Ist man schuldig, nicht stark genug zu sein?

Nein, noch eine wahre Mördergeschichte, von der "Schwarzen Witwe". Sie heiratete nacheinander wohlhabende Männer, die bald krank wurden. Die Ärzte verschrieben ihnen Medikamente, und da die ältere Frau hochintelligent war, hatte sie den Dreh raus, und wartete ab, bis es so richtig kalt war. Dann verabreichte sie den Männern einen Giftcocktail aus z.B. zuckersenkenden Mitteln, Beruhigungsmitteln usw., für sich harmlos, in der Kombination fatal, wartete bis dei Männer dann in Bewusstlosigkeit fielen, decke sie bei klirrender Kälte auf und wartete einfach den nächsten Tag ab, während die Männer die ganze Nacht elendig dahinstarben. Bis die Mordserie mal von einer verwandten eines Mannes aufgedeckt wurde. Da die anderen Gatten alle eingeäschert worden waren, war die Beweislage schwierig, aber sie wurde verurteilt. Sie bestritt bis zum Schluss, und hatte die Fähigkeit, alle im Umfeld mit Charme, Intelligenz, Beredsamkeit und Psychologie gekonnt zu manipulieren. Dennoch bescheinigten die Psychologen ihr, eine hochgradige Psychopathin zu sein, d.h. sie war emotional tot, unfähig für Mitgefühl, seelenlos.
Die Frage hier: wer wollte, dass sie so ist? sie selbst? der Schöpfer? die Opfer? Oder der genetische Zufall? Schuldig oder nicht?

Eine Fülle von offenen Fragen, also los, beantwortet sie, wenn ihr könnt.

LG - Füchsin

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