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Wikipedia
Hypathia schrieb am 31. März 2006 um 8:18 Uhr (900x gelesen):

Im Grunde eine gute Idee, eine Enzyklopädie zu gründen. Eine "freie" Enzyklopädie hat aber auch ihre Probleme.
Edit-Wars sind nur ein Beispiel. Wen es interessiert:

Ein engagierter Autor von Wikipedia schreibt dort:

Ultimatum :-)
Ich habe die Wikipedia am Anfang für eine gute Idee gehalten und tue dies
noch immer. Leider wird wegen des rasanten Wachstums der Wikipedia die
Qualität immer schwächer zu beherrschen. Vandalismus macht sich breit,
"Prinzipien" zählen, sachliche Mitarbeit verliert sich in zunehmend zähen
Diskussionen mit Selbstdarstellern, politischen Gruppierungen, Störern.
Fachkräfte hingegen verlieren die Lust. Die Wikipedia hat eine herausragende
Stellung im Web, sodass es Idealisten ein Anliegen sein muss, sie
mitzugestalten. Die aber, die eigentlich etwas beitragen sollten,
Akademiker, werden zunehmend vertrieben. Ganze Teile der Wikipedia wurden
von mir bereits aufgegeben, insbesondere auch ein Teil meines persönlichen
Fachgebietes, die Volkswirtschaftslehre. Es macht einfach keinen Spaß, immer
und immer wieder über Jahrhunderte gewachsene, hochspezialisierte und
komplexe Theorien einzustellen, wenn diese von irgendwelchen selbsternannten
Experten durch eigene, schwache Hypothesen ersetzt werden oder bereits vor
Jahrzehnten oder Jahrhunderten als falsch erkannte Theorien wieder
rausgekramt wurden und Fachwissen ersetzen. Ein großes Problem ist in der
Wikipedia die fehlende Verlässlichkeit, die sich dadurch ergibt, dass jeder
ohne jegliche Quellenangabe arbeiten kann. Das Problem, das zu Zeiten eines
langsamen, kontrollierten Wachstums noch nicht bestand, ist seit langem
absehbar gewesen, die Lösung ist durch eine verbindliche Anmeldung mit
E-Mail-Freischaltung leicht zu erreichen. Eine Lösung ist jedoch nicht
einmal im Ansatz in Sicht und wird mit dem sog. "Wikipedia-Prinzip" schnell
verworfen. Die Scheuklappen werden bewusst getragen, aus ideologischen
Gründen. Ich weiß, dass die Qualität der Wikipedia im Großen und Ganzen gar
nicht schlecht ist. Ich glaube aber, dass sie mehrfach so schnell, sachlich,
kontrolliert und qualitätsorientiert wachsen würde, wenn man Störer
ausschließen würde. Wer nicht mit einem personengebundenen Benutzerkonto
hier mitarbeiten will, dem muss ich unterstellen, dass er für das was er
schreibt nicht selbst einstehen will und somit auch vermuten, dass er
zumindest teilweise Theoriefindung betreibt. Ich werde nun noch bis April
2006 zusehen. Sollten sich dann keine Anzeichen einstellen, dass die
Wikipedia von der momentanen Hypothesenbildungsmaschine durch selbsternannte
Propheten wieder zu dem wird was sie am Anfang war, einer
Theorieabbildungsenzyklopädie, so werde ich meine Mitarbeit unter diesem
Benutzernamen einstellen. Übrigens führt auch dann kein Weg an der Wikipedia
vorbei, ich würde mich dann somit also nicht in irgendwelche "weisen"
Ersatzprojekte zurückziehen, denn ein Teil meiner Motivation zur Mitarbeit
es ist, ein _großes_ Publikum mit richtigen Ideen zu erreichen, um so die
falschen zu verdrängen, die sicher auch durch das deutsche Bildungssystem
begründet sind, in dem man in der Oberstufe lernt, mit möglichst wenig
Faktenwissen möglichst viel zu diskutieren. Das gilt umso mehr in der
Ökonomie, über die man in der Schule zumeist über sinnfreie Diskussionen
erfährt, die ein Mindestmaß volkswirtschaftlicher Theorien (Literaturtipp s.
unten) völlig vermissen lassen. Dieses meine Fachgebiet ist nun solchem
ideologischen Vandalismus besonders ausgesetzt. Im Übrigen denke ich, dass
ich dennoch genügend Energie in das Projekt gesteckt habe und vielen
Artikeln somit dennoch eine gute Richtung gegeben habe. Mein Beitrag zur
Wikipedia ist ja auch so nicht klein. Nur ist mir der Energieaufwand mit der
Zeit zu groß geworden und nur vertretbar, wenn ich nicht mit 5 Schritten vor
zugleich auch 4 zurückgehen muss, wie momentan. Meine Vision der Wikipedia
2007 ist eine Wikipedia, die einen Durchmarsch für ernsthaft Beitragende
ermöglicht und der man sich nicht mehr aus Idealismus opfern muss, weil es
die "Prinzipien" so vorschreiben. Eine freie Enzyklopädie allein hat keinen
Wert, so wie Anarchie keinen Wert hat. Es muss Grenzen der Zumutung geben,
gerade weil sich hier Mitarbeiter mit viel Herzblut engagieren.







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