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Bewusstsein:
Geheimnis des Bewußtseins
Bewusstsein:
Bewusstsein&Materie (wiki)
Über-Ich, Bewusstsein und Es
Taja Eh schrieb am 14. März 2006 um 13:40 Uhr (585x gelesen):
Hi Füchsin.........
*** Willst du etwa damit zum Ausdruck bringen, technisch weniger weit entwickelte Völker sind lt. Naturgesetz Schwächlinge, die durch ihre Kultur selbst schuld sind, wenn sie ausgerottet werden?
Durchaus nicht. Auch technisch hochstehende Zivilisationen werden ausgerottet, wenn sie den unbewußten Wunsch haben nicht mehr wie bisher weiterleben zu wollen. Entweder ein Volk erkennt seine unbewußten, energetisch überwiegenden Zielsetzungen und verändert sich oder genau jene Wunschenergien ziehen magisch solange Katastrophen an, bis die unbewußte Zielsetzung erreicht ist. Schicksalsschläge sind korrektive Instanzen die ein Wesen oder ein ganzes Volk zu dem Zwingen was energetisch an Wille überwiegt, auch wenn fast gleich große bewußte Anteile keine Veränderungen und damit natürlich auch keine Katastrophen wollen. Halten sich zwei unterschiedlich Zielsetzungen die Waage steckt man in Entscheidungsunfähigkeiten fest und es passiert bis auf weiters, jahrhundertelang erstmal gar nichts.
*** Du drückst damit aus, dass der Schatten (die verdrängten, unbewussten Wünsche und Vorstellungen) das Maß alles Lebens zu sein hat und nicht ethische Werte oder kosmische Gesetzmäßigkeiten...
Nicht zu "sein hat", sondern es "ist" nach meinen Erfahrungen und nach den Aussagen aller spiritueller und magischer Schulen so. Du bist doch nun eine so sehr belesene Frau, mich wundert immer wieder wie wenig geläufig Dir das esoterische Einmaleins ist.
*** Wenn man psychologische Begriffe verwendet, sagst du, dass "ES" (= Triebe, Verdrängungen, geheime Wünsche, ...) das Maß aller Dinge ist, und das "Über-Ich" (Ethik, Gewissen, Moral....) keine Rolle spielen darf.
"Keine Rolle spielen darf " ist ja lustig ausgedrückt, Freud meinte damit wie sehr unser Dasein von fragwürdigen Werten und Normen bestimmt wird und für seelische und körperliche Krankheiten verantwortlich sind, weil internalisierte vermeintlich ethische Werte und Normen sich gegen unserer ureigenen Bedürfnisse richten. Das Über-Ich läßt sich mit dem größten Müll füttern und bastelt daraus ethische Werteorientierungen, die zudem noch auf der völlig unbewußten Ebene ablaufen.
*** Bislang dachte ich, Über-Ich, Bewusstsein und Es sollten idealerweise in Harmonie zusammenwirken und sich nicht gegenseitig bekämpfen!
Oh nein, da hast Du total etwas missverstanden. Freud war der erste Akademiker dessen Ziel es war diese Instanzen komplett aufzulösen, weil sie auf der unbewußten Ebene operieren, keine führende Intelligenz besitzen, fehlerhaft funktionieren und sich von Natur aus gegenseitig bekämpfen. Er hatte nie zum Ziel jene Instanzen gegeneinander zu harmonieren, sondern sie durch Bewußseinsarbeit überflüssig werden zu lassen. Deine Argumentation liegt auf der Schiene von Adler, jener Schüler von Sigi der mit den Universitäten anbändelte und die Freudsche Lehre entsprechend salonfähig zurechtstutze. Adler hat sich dann schließlich insbesondere bei den Pädagogen seine Anerkennung geholt, denn in diesem Areal hätte man mit der freudsche Urlehre nur ein allgemeines Chaos angerichtet.
Seine Psychoanalyse kam eben den spirituellen Zielen sehr nahe, der Grund warum er sich bis heute nicht etablieren konnte. Denn etablierte Einrichtungen brauchen das Über-Ich um mittels dieses Interfaces die Masse des Volkes gegen ein ausuferndes Es kontrollieren zu können. Und ich stelle hier nur die Frage ob Du und ein paar andere jene Implants noch brauchen um einigermaßen sicher und wenigstens halbwegs froh durch das Leben kommen zu können. Irgendwann einmal wenn das Bewußtsein zunimmt, Ziele sich ändern und ein Wesen ein wenig von der Spiritualität gekostet hat wendet sich das einstmals lebenserhaltende Über-Ich sehr schmerzhaft gegen Dich. Das ist die sogenannte spirituelle Krise, das überschreiten der Schwelle und genau hier in diesem Forum ist sie jeden Tag zu sehen...........................Ich stehe bereits auf der anderen Seite, während Du kurz vor der Schwelle stehenbleibst und rumjammerst wie schrecklich und furchtbar ein Leben auf meiner Seite ist. Das Problem ist nur, Du stehst offenbar schon zu weit an der Schwelle um noch wieder zurückkehren zu können.....................................
*** Indem du so vehement das kontrollierende Über-Ich ablehnst (verdrängst, abschiebst, verleugnest, verneinst), und das Es dafür an die Spitze stellst,
Ich stelle Dich, Mich und die Wesen mit ihrem vollem Bewußtsein an die Spitze und keine geistig programmierten, illusionären Instanzen.
*** vergottest, als Lebensziel siehst, dich von ihm kontrollieren lässt, verlagerst du nur die ethischen Bereiche (Ethik, Moral, Gewissen...) in den unbekannten Schatten nach unten und wirst eben von dort unbewusst getreten.
Wie gesagt, spirituell vorzugehen bedeutet jene mechanischen Instanzen nach freudschen Modell dem Nirwana oder dem Höllenfeuer zu übergeben um ohne jene vielleicht einmal hilfreich gewesenen geistigen Strukturen leben zu können. Statt unbewußtes Es und Über-Ich tritt ein zunehmend bewußtes Ich an diese Stelle. Bewußtsein, Fähigkeiten und Liebe auch im Sinne von Lebenslust stehen dann miteinander in Harmonie, das unterscheidet uns von Tieren und charakterisiert den spirituell lebenden Mensch..................aber doch nicht irgendwelche ethischen Ideen, die man sich sonstwo aufgesackt hat und zu privaten kosmischen Regeln verbraten werden.....................
Gruß Taja

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